4. Renren – das chinesische Facebook

Als Campusnetzwerk ist 2005 der Vorläufer von Renren entstanden. Seinem Ursprung bleibt die App treu. "Die Plattform ist gerade bei Studenten angesagt. Ich habe mich 2010 bei Renren angemeldet, doch mittlerweile dominieren Online-Games und Werbung die Plattform, deshalb nutze ich sie kaum mehr", sagt Min. Das "Netzwerk für alle" verzeichnet trotzdem weiterhin Millionen von Nutzern.

5. Taobao – oder wer braucht schon Amazon und eBay

Amazon ist zwar in China verfügbar, doch bei weitem nicht so beliebt wie Taobao. Deren Mutterkonzern Alibaba macht mehr Umsatz als Amazon und eBay zusammen. Jeden Tag stehen morgens vor den Büros die Minilieferwagen mit Päckchen – ein Anzeichen dafür, wie sehr der Onlinehandel boomt. May-Lin* lässt sich auch gerne zur Arbeit liefern. "Seit dem vergangenen Monat habe ich fünfmal bei Taobao bestellt. Milch und Bier aus Deutschland, Honig mit Rosenblättern als Geschenk für meine Eltern, Bücher und Trinkwasser", sagt die 29-jährige Übersetzerin.

Man kann gespannt sein, was bald als Nächstes auftaucht. Eine Instagram-Version würde noch fehlen. Eine Snapchat-Variante Names "Snow" gibt es bereits, allerdings ist die App ein südkoreanischer Remake, doch das mindert die Popularität in China nicht. Sie soll angeblich süßere Filter und Emoticons haben – und macht die Haut weißer. Was braucht man noch mehr?

"Was Datenschutz anbelangt, wissen viele, dass Unternehmen wie Tencent totale Kontrolle über ihre Accounts haben und sie analysieren (so wie auch Google Daten auf Analytics aufbereitet), doch das Bewusstsein dafür ist nicht so ausgeprägt", sagt die Journalistin Juan*. "China überlegt (zwar) Richtlinien zum Datenschutz" einzuführen und hat das sogar, dennoch werden private Informationen im Netz weiterverkauft. Bisher lässt sich das kaum eindämmen. Doch dass Google oder Facebook nicht auch in China fleißig am Datensammeln sind, muss keinen traurig machen. Die Unterhaltungs- und Konsumindustrie leidet wenig unter dem Protektionismus, denn sie haben ihre eigenen Netzwerke und sind nicht von internationalen Unternehmen abhängig.

6. Jobbörsen wie LinkedIn & Co.

"Viele Chinesen haben LinkedIn, aber das sind Leute, die im Kontakt mit ausländischen Firmen stehen oder die im Ausland studiert haben. Ich weiß, dass einige Freundinnen, die in der Personalentwicklung arbeiten, auch auf LinkedIn für das Recruitment zurückgreifen", sagt Hua. Jobportale gibt es ebenfalls, doch Hua findet diese Angebote weniger seriös.

7. Baidu – die blaue Allespfote fürs chinesische Web

Da Google seit März 2014 in der Volksrepublik gesperrt ist, hat Baidu quasi Monopolstellung. Auch wenn man die Sperrung durch einen VPN austricksten kann, macht es für Nutzer in China nicht unbedingt viel Sinn, denn Baidu ist – zumindest was Informationen, Musik oder Geschäfte in oder aus China betrifft – besser vernetzt. Allerdings lassen sich hier nicht alle Inhalte finden. Die Suchmaschine mit zahlreichen weiteren Features wie einer Map, Bildersuche oder Übersetzungsfunktion ist jedoch bisher nur in Chinesisch verfügbar.


Streaming

"Zufrieden?": Das ist der erste Trailer für die neue "Gilmore Girls"-Staffel
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"Glaubst du, Amy Schumer würde mich mögen?" –"Nein, die macht zu viel Wassersport." Und zack sind wir drin, in einem dieser Lorelai-Rory-Dialoge, in denen in einem Atemzug Leichenblumen, Vampire und John Oliver genannt werden – und das erstaunlich viel Sinn macht.

Dieser Konversations-Schnipsel ist Teil des ersten Trailers zum "Gilmore Girls"-Comeback auf Netflix. Außerdem zu sehen: Das Dragonfly Inn! Doose’s! Und natürlich: Luke’s <3

Hier kannst du den Trailer sehen: