Es sind nicht die Filter.

Fast jeder Instagram-Nutzer kennt Freunde, die es dezent übertreiben. Dutzende Hashtags, billige Filter und philosophische Sprüche machen aus der Foto-Plattform oft einen Ort zum Fremdschämen.

Jetzt hat Instagram angekündigt, den Feed wieder chronologischer anzuzeigen. Der Algorithmus wird wieder weniger wichtig. Doch wie hat man auf der Plattform Erfolg, ohne gleich den ganzen Tag an nichts anderes zu denken? Wir wollten von einem Experten wissen, wie sich die dümmsten Fehler vermeiden lassen und haben mit Sascha Schulz gesprochen. Er betreibt in Berlin die erste deutsche Influencer-Akademie.

Früher beriet er die Telekom und das GQ-Magazin. Heute kümmert Schulz sich um Unternehmen und junge Menschen, die auf Instagram Erfolg haben wollen. Wir haben ihn gefragt, was die drei häufigsten Fehler sind und welche Tipps er normalen Instagrammern geben würde.

Drei typische Instagram-Fehler:

1.

zu viele Hashtags

Bis zu 30 Hashtags lassen sich auf Instagram zu jedem Bild vergeben. Viele Nutzer erliegen der Versuchung und schöpfen diese Möglichkeit voll aus. Dabei seien allerhöchstens zehn sinnvoll, sagt Schulz: "Für Hashtags gilt grundsätzlich die Regel: So wenige wie möglich. Und so spezifisch wie es nur geht. Je bewusster Hashtags ausgewählt werden, desto mehr Likes bekommt man."

Die wenigen Hashtags sollten aber zum Inhalt des Accounts und zum konkreten Bild passen. Mehr Schlagwörter würde das Profil nicht erfolgreicher machen, sondern verwirrender.

2.

zu bekannte Hashtags

"Viele Nutzer verwenden Hashtags, die schon viel zu bekannt sind und wiederholen diese auch zu oft", sagt Sascha Schulz. "Dabei wäre das Gegenteil sinnvoll, damit man nicht in der Masse untergeht." 

Wer seine Fotos mit Begriffen wie #sunset, #foodporn oder #fun markiert, erreicht damit zwar ein riesig großes Publikum, geht allerdings auch in der Masse unter. Auch besondere Hashtags der Community wie #igers oder #ootd bringen dieses Problem mit sich.

Deshalb sei es oft sinnvoller, bewusst unbekanntere Hashtags zu verwenden, empfiehlt der Influencer-Ausbilder.

3.

häufige und alberne Sprachwechsel

Der vielleicht wichtigste Fehler, den Schulz bei vielen deutschsprachigen Instagram-Accounts beobachtet, hat allerdings nichts mit den Hashtags zu tun.

Ich sehe oft, dass deutsche Nutzer ständig die Sprache wechseln oder deutsche und z.B. englische Hashtags mischen. Das ist Quatsch.
Sascha Schulz

Auch hier gehe es nicht darum, geheime Tricks anzuwenden, sondern vor allem darum, bewusster mit dem eigenen Publikum umzugehen, sagt Schulz. Sein Rat: "Um einen bestimmten Nutzerkreis zu erreichen, sollte man im Zweifel lieber durchgängig bei einer Sprache bleiben."

Der Hintergrund: Mischen Nutzer immer wieder englische und deutsche Beschreibungen, versteht die App nicht mehr, wen der Beitrag interessieren könnte.

So lässt sich Instagram erfolgreicher nutzen

Obwohl Schulz und seine Kunden meist mit zusätzlichen Tools arbeiten, um das Insta-Game zu verbessern, gibt es zahlreiche Tricks, die auch ganz normale Nutzer berücksichtigen können.

Vier einfache Tipps des Experten:

  • Bei ähnlichen Nutzern Hashtags anschauen und übernehmen.
  • Freunde und wichtige Begriffe auch in der Bio erwähnen.
  • Ortsangaben bewusst zur Vernetzung in der Umgebung nutzen.
  • Mit anderen Nutzern austauschen und kooperieren.

Um soziale Netzwerke erfolgreich zu nutzen, müsse man sie oft einfach nur so nutzen, wie der Begriff es schon sage, empfiehlt Schulz. Deshalb rät er Nutzern, sich mit anderen zusammenzuschließen – ohne Likes und Follower zu kaufen.


Haha

Weißt du, wie diese Alltagsdinge korrekt heißen?

Wie heißt eigentlich die Spitze eines Kondoms oder der lange Part eines Schlüssels? Oder das Ding durch das man pusten muss, um eine Seifenblasen-Salve loszufeuern?

 Wir nutzen diese Dinge (mal mehr, mal weniger)  im Alltag und haben doch oft gar keine Ahnung, wie man sie wirklich nennt.