Bild: Unsplash/Erik Lucatero

Instagram hat seine Datenschutzrichtlinien geändert. Seit dieser Woche werden die neuen Bestimmungen den Nutzern präsentiert. Nach und nach bekommt jeder Nutzer eine Mail, in der steht, dass die Nutzungsbedingungen sich geändert haben – und dass man bitte einen Blick darauf werfen soll, um gegebenenfalls zuzustimmen

Auch in der App wird den Usern diese Nachricht angezeigt. 

Was ändert sich alles mit den neuen Nutzungsbedingungen? 

3 Dinge, die du wissen musst:

1

Die neuen Nutzungsbedingungen kommen nach einem Datenskandal.

Nach dem Facebook-Datenskandal (bento), bei dem die Daten von Millionen Nutzern vom Analyse-Unternehmen Cambridge Analytica abgezapft wurden, wurde die Debatte um die Datenschutzrichtlinien laut. Auch bei Instagram, denn das Netzwerk gehört wie auch der Messenger-Dienst "Whats App" zum Facebook-Konzern. 

2

Der Instagram-Nutzer soll nun besser geschützt werden.

Die Änderungen im Datenschutz betreffen vor allem die sogenannten APIs, sogenannte Anwendungs-Programmierschnittstellen. Durch eine solche Schnittstelle kann einem fremden Programm ein Tool zur Verfügung gestellt werden, über das sie sich an das System der Software anbinden können.

Über jede API kann die fremde App, die die Schnittstelle anwählt, eine andere Information abrufen und verwenden. Die Daten werden also an Dritte weitergegeben. Mit den Änderungen sollen weniger Daten abgerufen werden können.

Das soll schwieriger werden:

  • Beziehungen und Follower: Fremde Apps können keine Informationen mehr darüber bekommen, wer wem folgt. Auch die Followerzahlen stehen in Zukunft nicht mehr zur Verfügung.
  • Kommentare: Anwendungen haben keine Möglichkeit mehr Kommentare abfragen – bis auf die Kommentare auf ihrem eigenen Medium. Die Kommentar-Moderation wird dadurch eingeschränkt, die vor allem für Community-Management wichtig war. 
  • Likes: Apps erhalten keine Informationen mehr über Likes, können keine Likes hinzufügen oder löschen. Das gilt auch für Likes auf dem eigenen Medium.
  • User Search: Über diese API bekommen Apps keine Informationen mehr über Profile von Usern. Eingeschlossen sind auch der Nutzername, das Profilbild und die letzen Beiträge. Das geht auch dann nicht mehr, wenn das Medium diese Bilder geliked oder kommentiert hat. Die konkrete Suche nach Usern ist ebenfalls nicht mehr möglich. 

Instagram hat für die weiterhin bestehenden APIs die Abfragen auf 200 pro Stunde beschränkt. Bis dato waren 5000 pro Stunde möglich. (All Facebook)

3

Aber Instagram will künftig dein Alter wissen.

Wer die App startet, bekommt diesen Hinweis zu lesen:

"Wir passen die App sowie die Werbung, die wir dir zeigen, entsprechend einem Alter an."
(Bild: Screenshot: bento)

Danach kann der User sein Alter eintragen und die Information absenden. Werbung wird einem nun nur noch dem Alter entsprechend angezeigt. Was das im Detail bedeutet, erklärt Instagram nicht. 


Grün

Forscher finden Plastikmüll in der Arktis – und wissen, wer dafür verantwortlich ist

Plastikmüll wird ein immer größeres Problem. Längst hat es auch die Polargebiete erreicht. Eine neue Untersuchung hat jetzt ergeben, dass im Eis der Antarktis noch mehr Plastikteilchen enthalten sind, als Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vermutet hatten. (Tagesschau)