Forscher haben einer Software beigebracht, Menschen mit einer Depression anhand ihrer Instagram-Bilder zu erkennen. Wer depressiv ist, neigt zu dunkleren Farben. Das wissen Forscher bereits. Ausgehend davon haben sich Andrew Reece und Chris Danforth gefragt, ob man anhand von Instagram-Fotos auf eine Depression schließen kann. (Studie)

Ihre Antwort: Es gibt einen Zusammenhang zwischen dunklen und schwarz-weißen Instagram-Bildern und einer depressiven Erkrankung. Das heißt nicht, dass Menschen mit düsteren Instagram-Accounts und einer Vorliebe für den "Inkwell"-Filter alle depressiv sind. Die beiden Forscher glauben aber, dass sich Instagram-Bilder zur Früherkennung nutzen lassen.

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Für ihre Studie haben die beiden Forscher Menschen auf einer Amazon-Plattform rekrutiert, auf der man kleinere bezahlte Aufgaben am Computer vergeben kann. So lief die Studie ab:

  • 170 Instagram-Nutzer haben ihre Fotos zur Verfügung gestellt, 70 davon mit einer klinischen Depression.
  • Von den gesunden Nutzern wurden die 100 neuesten Bilder ausgewählt, von den kranken Nutzern die 100 Fotos vor der Diagnose ihrer Depression.
  • Die einzelnen Bilder wurden dann auf einer Skala von 0 bis 5 bewertet – in den Kategorien interessant, likeable, glücklich und traurig.
  • Außerdem haben die Forscher Farbton, Kontrast und andere objektive Daten aus den Bildern ausgelesen und automatisch nach Gesichtern gesucht. Und sie haben die Anzahl der Likes und Kommentare zu den Bildern ausgewertet.
  • Dann haben sie nach Korrelationen zwischen diesen Daten und einer klinischen Depression gesucht – und gefunden. Bilder mit mehr Blau-, Grau- und Schwarztönen können ein Hinweis auf eine Depression sein, ebenso Bilder von einzelnen Gesichtern und wenige Likes.
  • Ob ein Bild von einem Menschen als glücklich oder traurig eingestuft wurde, ist kein guter Hinweis auf eine mögliche Depression.

Mit Hilfe dieser Daten haben sie eine Software trainiert und die Bilder von 100 Instagram-Nutzern auswerten lassen. 70 Prozent der Depressiven erkannte die Software korrekt. Nicht perfekt, aber besser als ein Allgemeinmediziner. (Technology Review)

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