Bild: Google
Die Idee klingt nach Science Fiction, der Preis eher nach Apple

Um fremde Sprachen zu verstehen, muss man sich einen Fisch ins Ohr stecken. So sagt es zumindest "Per Anhalter durch die Galaxis". Mit der Hilfe der sogenannten Babelfischen kann in der Science-Fiction-Geschichte so jeder sofort verstehen, was in anderen Sprachen gesprochen wird. Die Idee ist so absurd und unrealistisch, dass seit Jahrzehnten darüber gelacht wird. 

Jetzt könnte die verrückte Idee Wirklichkeit werden - sagt Google.

Übersetzt werden soll allerdings nicht von Babelfischen, sondern mit der Hilfe von ziemlich gewöhnlichen Bluetooth-Kopfhörern. Google nennt sie "Pixel Buds". Technisch klingen sie wie eine Kampfansage an die Airpod-Kopfhörer von Apple. Beide sind kabellos, werden mit Touch-Gesten gesteuert und kommen in einem eigenen Case, das gleichzeitig zum Aufladen verwendet wird. 

Das sind die Features der Pixel Buds:

  • Bluetooth 5.0
  • automatische Verbindung mit dem Smartphone
  • 5 h Laufzeit
  • mit Ladecase bis zu 24 h Laufzeit
  • eingebautes Mikrofon & "Google Assistant"

Preis: 179 Euro in Deutschland.

Eine weitere Gemeinsamkeit: Beide Hersteller haben die Kopfhörer direkt mit ihren jeweiligen Sprachassistenten verknüpft. Bei Apple erfüllt diese Aufgabe seit Jahren Siri - Google nennt sein Angebot schlicht Assistant. Genau diese Funktion ist jetzt auch für die Übersetzungsfunktion zuständig. 

Bereits seit längerem bemüht sich Google, verschiedene Angebote wie Navigation, Suche oder Übersetzungen auch mit der Stimme steuerbar zu machen. Spracherkennung und die dafür notwendige künstliche Intelligenz gelten im Silicon Valley als Technik der Zukunft. Für die Verbesserung werden dafür massenweise Daten gesammelt - wie bei den meisten modernen Gadgets mit Internetanschluss.

So sollen die Pixelbuds aussehen. (Bild: Google)
Wie geht das?

Technisch funktioniert die Übersetzung so: Sobald der Nutzer den rechten Kopfhörer berührt, zeichnet das eingebaute Mikrofon auf, was gesprochen wird und schickt es an ein verbundenes Smartphone. Dort wird alles von Google Translate übersetzt und in der richtigen Sprache an den Kopfhörer zurückgeschickt. Umgekehrt hören die Gesprächspartner über die Lautsprecher des Smartphones, was man ihnen selbst sagt. 

Google betont, dass die Übersetzung praktisch in Echtzeit erfolgen soll. Bei einer kurzen Vorführung auf Schwedisch und Englisch wirkte es, als könnte das tatsächlich funktionieren:

Weniger faszinierend als die Übersetzungsfunktion sind allerdings die Preisvorstellungen von Google: 179 Euro sind in Deutschland. Das klingt eher nach Apple und dürfte mehr sein, als viele Menschen für ihr aktuelles Smartphone draufgezahlt haben. Kleiner Trost: Der "Google Assistant" soll künftig auch mit vielen normalen Kopfhörern nutzbar sein, die Steuerknöpfe besitzen. 

Und wer keine Kohle hat, kann sich immer noch nen Fisch ins Ohr stecken.

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