Bild: dpa / AP / Mark Lennihan
Drei Fragen und Antworten zum Datenleck bei Google Plus

Der US-Internetkonzern Google schließt sein soziales Netzwerk Google Plus. Das Online-Netzwerk war an den Start gegangen, um Facebook Konkurrenz zu machen. Google Plus wurde aber kaum genutzt.
Jetzt könnte außerdem eine Datenpanne Google massiven Ärger einbrocken. 

1 Was ist bei Google passiert?

Eine Software-Panne bei Google Plus hat App-Entwicklern jahrelang unberechtigten Zugang zu einigen privaten Nutzerdaten gewährt.

Durch die Software-Panne hätten App-Entwickler auf den Namen, die E-Mail-Adresse sowie Informationen über Beschäftigung, Geschlecht und Alter von Nutzern zugreifen können, räumte Google am Montag ein. Um andere Daten gehe es nicht. Der Fehler sei im März 2018 entdeckt und umgehend behoben worden, hieß es. Die Lücke bestand aber bereits seit 2015, wie als erstes das "Wall Street Journal" berichtete.

2 Wieso teilte Google erst jetzt mit, dass es ein Datenleck gab?

Der Konzern habe sich im März dagegen entschieden, die Öffentlichkeit gleich über die Entdeckung zu informieren. Google wollte wohl nicht mit Facebook verglichen werden, dass Anfang des Jahres wegen des Cambridge-Analytica-Skandals im Rampenlicht stand. 

Ein Faktor sei außerdem die Sorge vor erhöhter Aufmerksamkeit der Regulierungsbehörden gewesen. In der EU schreibt die Ende Mai in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung strikt vor, Betroffene nach Lecks zu informieren. 

3 Sind meine Google-Plus-Daten sicher? 

Google habe zwar keine Hinweise auf einen Datenmissbrauch, aber auch nicht genug Informationen, um ihn vollständig auszuschließen, zitierte das "Wall Street Journal" aus den Unterlagen. 

Potenziell könnten Profile von bis zu 500.000 Konten bei Google Plus betroffen sein, erklärte der Internet-Konzern unter Verweis auf eine Analyse der Daten von zwei Wochen im März. Der Konzern könne aber keine weitergehenden Angaben machen, weil Nutzungslogs nur zwei Wochen lang gespeichert würden. Bis zu 438 Apps könnten auf die Schnittstelle mit der Datenlücke zugegriffen haben, hieß es. 

Mit Material von dpa 


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