Bild: Disney/Google; Montage: bento
Das Imperium schlägt zurück?

Vielleicht ist das der Moment, an dem eines Tages der Terminator aus der Zukunft anreist, um Schlimmeres zu verhindern. Google hat sein internes Mitarbeiterhandbuch umgeschrieben – und einen entscheidenden Satz gestrichen.

Bislang galt bei dem Tech-Konzern das simple Motto: "Don't be evil", sei nicht böse.

Nun gilt dieser Satz nicht mehr. Im "Code of Conduct" stand der Satz zuletzt Ende April, danach wurde er irgendwann entfernt. Das hat die US-Seite  Gizmodo nun herausgefunden.

In der alten Version des Mitarbeiterhandbuchs stand noch:

"Don't be evil. Google-Angehörige weltweit verwenden diese Worte, um zu beschreiben, wie wir unseren Usern dienen. [...] Ja, es bedeutet unseren Benutzern unvoreingenommenen Zugriff auf Informationen zu gewähren, uns auf ihre Bedürfnisse zu konzentrieren und ihnen die besten Produkte und Dienstleistungen zu geben, die wir bieten können." 

Außerdem bedeute der Satz, generell das Richtige zu tun, sich an Gesetze zu halten und ehrenhaft zu handeln. 

Was steht nun anstelle der "Don't be evil"-Maxime?

Google schreibt seinen Mitarbeitern jetzt an der gleichen Stelle nur vor, ihre Arbeit "an den höchstmöglichen Standards von ethischem Verhalten in der Wirtschaft" zu messen. 

Der einstige Satz taucht dann indirekt in der allerletzten Zeile auf: 

"Und denk daran... sei nicht böse, und wenn du etwas siehst, was du für nicht richtig hältst – sprich es an!"

Und was heißt das jetzt?

Ob Google nun offiziell auf die dunkle Seite der Macht wechselt, ist unklar. Der Konzern reagierte bislang nicht auf Anfragen zum Grund der Änderung. (FAZ

Düstere Zukunftspläne als gewöhnlich dürfte Google aber nicht haben. Die Anpassung des "Code of Conduct" liegt wohl eher daran, sich vor Klagen zu schützen: Wer nicht verspricht, immer gut zu sein, kann auch nicht belangt werden, wenn er schlechtes tut.


Gerechtigkeit

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