Bild: Getty Images
Ein ehemaliger Google-Mitarbeiter hat bei Google die Adresse google.com gekauft.

Bei Google kann man in den USA seit Anfang des Jahres auch Domains kaufen. Gerade hat Google das Interface für dieses Angebot, Google Domains, erneuert. Sanmay Ved, der früher selbst bei Google gearbeitet hat, wollte sich das genauer ansehen, schreibt er auf LinkedIn. Zum Spaß tippte er google.com in die Suchmaske ein — und bekam die Adresse zum Kauf angeboten, für nur 12 Dollar.

I can't shake that feeling that I actually owned Google.com
Sanmay Ved zu BusinessInsider

Doch der Bestellvorgang brach zunächst nicht mit einer Fehlermeldung ab. Google verkaufte ihm die Domain und zog das Geld von seiner Kreditkarte ein. Mehrere Bestätigungsemails folgten. Ved hat davon jede Menge Screenshots gemacht. Sogar in den Google Webmater Tools, in denen Domain-Inhaber Hinweise und Tipps rund um ihre Adressen und die Suchmaschine erhalten, wurde er als Inhaber von google.com verzeichnet.

Nach rund einer Minute muss bei Google doch jemand mitbekommen haben, was da gerade passiert: Umgehend ging die Domain wieder in den Besitz von Google über und das Geld wurde zurücküberwiesen. Ved hat nach eigenen Angaben das Google Security Team über den Vorfall informiert und erhielt eine Bestätigung des Vorfalls.

Warum google.com zum Kauf stand, ist noch unklar.

Für Google ist der Vorfall glimpflich ausgegangen. Mehr Pech hatte Microsoft, als 2003 mehrere Domains ausliefen, darunter die für Hotmail in Großbritannien. Die Liste richtig großer, bekannt gewordener Fälle ist aber eher klein.

Sollte jemand mal vergessen, die Registrierung einer Domain zu verlängern, ist sie trotzdem nicht gleich für alle anderen frei. Läuft eine .com-Domain ab, wird sie erst für 40 Tage stillgelegt. Der Inhaber kann dann seine Registrierung erneuern, sofern er das bemerkt. Danach gibt es noch einmal 30 Tage, in denen der Inhaber ein Vorkaufsrecht auf seine alte Domain hat. Noch einmal fünf Tage später kann die Domain erneut registriert werden.

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