Viele Menschen sagen, sie können es.
Kurze Frage: Hörst du ein Geräusch, wenn der Strommast in diesem Gif auf dem Boden aufkommt?
Und was ist mit diesem Gif – hörst du etwas?
Und hier?

Ja, uns ist bewusst, dass Gifs keinen Ton haben. Aber offenbar gibt es bestimmte Bewegtbildchen, bei denen viele Menschen trotzdem etwas hören. 

Die britische Forscherin Dr. Lisa Debruine fand das so interessant, dass sie sich dem Phänomen jetzt widmete.

Normalerweise forscht Debruine an der Uni Glasgow zum Thema kognitive Gesichtserkennung. Doch die Gifs haben es ihr angetan. Am Montag postete sie auf Twitter eine Umfrage zu dem Strommast-Gif von User "HappyToast". Sie wollte wissen, ob und was genau die Menschen hören, wenn sie den kleinen Clip ansehen. 

Mehr als 315.000 Menschen nahmen teil – und rund 70 Prozent gaben an, tatsächlich etwas zu hören. 

Die meisten bezeichneten den Ton als dumpf, nur drei Prozent hörten etwas anderes, zum Beispiel einen Cartoon-ähnlichen Sound wie ein "Boing".

Eine Erklärung für das Phänomen könnte der McGurk-Effekt sein. Die Theorie dazu stammt bereits aus den Siebziger Jahren und stammt vom Kognitionspsychologen Harry McGurk.

Dieser zeigte damals seinen Probanden ein Video, in dem ein Mund die Silben "ga ga" sagt. Ändert man die Tonspur allerdings zu "ba ba", hören die Testpersonen auf einmal "da da", weil die Bewegungen des Mundes dazu besser passen. Die optische Wahrnehmung beeinflusst also unser Gehirn. Das nennt sich eine "opto-akustische Täuschung".

Hier kannst du es ausprobieren:

Ob der McGurk-Effekt allein der Grund für die Wahrnehmung des Geräusches ist, will Lisa Debruine jetzt herausfinden, indem sie unterschiedliche Versionen des Gifs herstellt und beobachtet, welches Element die auditive Wahrnehmung auslöst. Manche vermuten beispielsweise, dass das Wackeln der Kamera zum Effekt beitragen könne. 

Auf Twitter geben andere Wissenschaftler Tipps, in welche Richtung Debruine forschen könne. Einer schlägt vor, die Wahrnehmung könne durch zusammenhängende Hirnaktivitäten entstehen. Also dadurch, dass das Gehirn bestimmte Reize erfahrungsgemäß miteinander verbindet.

Aber was jetzt wichtig ist:

Tech

Das sind die Gifs des Jahres 2017

Dein Kumpel schickt eine witzige Nachricht in die WhatsApp-Gruppe und dir fällt einfach nicht der perfekte Kommentar dazu ein – aber zum Glück gibt es ja das passende Gif. Die bewegten Bildchen lassen dich nie hängen. Denn nichts drückt deinen Ekel, Witz, deine Wut und deinen Schock besser aus als sie. 

Bei der Suche nach dem perfekten Gif gibt es ein zuverlässige Quelle: die Plattform Giphy. Die hat nun ausgewertet, was 2017 die am meisten genutzten Gifs waren. (Medium)