Eigentlich wie Snapchat

Mit dem Facebook Messenger lassen sich nun auch geheime Nachrichten verschicken. Facebook verspricht, dass die Nachrichten verschlüsselt übertragen werden, nur Absender und Empfänger können sie lesen.

Außer der Empfänger macht einen Screenshot, dann hat man Pech gehabt.

Außerdem kann man Nachrichten verschicken, die sich nach ein paar Sekunden selbst löschen – im Prinzip wie Snapchat.

So funktioniert's

Im Messenger startet man eine neue Unterhaltung, oben rechts auf das Schreib-Symbol tippen. Im nächsten Fenster sollte an derselben Stelle nun das Wort "Geheim" stehen. Darauf tippen, einen Empfänger auswählen und eine geheime Unterhaltung starten.

Wenn dort nicht "Geheim" auftaucht, musst Du wahrscheinlich eine neuere Version des Messengers installieren. Oder noch ein bisschen warten; Facebook hat gerade erst angefangen, die Funktion für alle freizuschalten.

Mit dem Uhr-Symbol rechts lässt sich die Selbstzerstörungs-Funktion einschalten: Drauf tippen und auswählen, wie viele Sekunden die Nachricht beim Empfänger zu sehen sein soll. Wenn du die Nachricht abschickst, gilt diese Zeit übrigens auch für dich als Absender – nach der vorher eingestellten Zeit verschwindet die Nachricht.

Zunächst einmal klingt das sehr praktisch. So kann man sich am nächsten Morgen nicht darüber ärgern, was man nun dem oder der Ex völlig betrunken in der Nacht geschrieben hat.

Ganz tolle Idee, Facebook!

Hinter der neuen Funktion steckt aber natürlich der Versuch von Facebook, keine Nutzer an Snapchat zu verlieren und möglichst viele Funktionen selbst anzubieten. Auch Apple hat sein iMessages mit dem aktuellen Update um viele Funktionen erweitert.


Today

Friedensnobelpreis geht an Kolumbiens Präsident Santos

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an Kolumbiens Präsidenten Juan Manuel Santos. Das gab das norwegische Nobelkomitee in Oslo bekannt. Er erhält die Auszeichnung für seine Anstrengungen, den Bürgerkrieg zu beenden.

Seit mehr als 50 Jahren bekämpfen sich die Regierung und die linke Guerillaorganisation Farc. Santos hatte jahrelang einen Friedensvertrag verhandelt. Am vergangenen Wochenende scheiterte jedoch das Referendum über das Abkommen. Die Bevölkerung entschied sich knapp gegen den Frieden.

Santos arbeitet dennoch weiter an einer Einigung und traf sich bereits mit Gegnern des Abkommens.