Analoge Sofortbilder!

Erinnert sich noch jemand an Polaroid-Kameras? Die großen Plastikkisten, aus denen Fotos herauskamen, die dann nach ein bisschen Geduld und Schütteln fertig entwickelt waren?

Fujifilm bietet schon seit einiger Zeit Sofortbild-Kameras an, aktuell die Instax 70 mit Festbrennweite und Selfie-Spiegel. Wir haben das Gerät ausprobiert:

Damit die Instax Bilder von der Größe einer Visitenkarte ausspuckt, muss man sie erst mit CR2-Batterien und einem Filmmagazin füttern. Die Magazine gibt es im Doppelpack, 20 Bilder kosten rund 18 Euro – das geht ins Geld.

Dafür sehen die Sofortbilder interessant aus: manchmal etwas zu dunkel, manchmal zu hell, meistens aber schön scharf. Und das von fast ganz alleine: An der Instax 70 lässt sich nur wenig einstellen. Es gibt einen Makro-Modus für Nahaufnahmen, einen Selbstauslöse- und einen Selfie-Modus. Dunkle Motive soll die Instax 70 besser als ihre Vorgänger darstellen, der eingebaute Blitz hilft dabei.

Ein herkömmliches Handy macht sicherlich die besseren Fotos. Mit Instagram lassen sich verschiedene Filter auswählen und anpassen. Die analoge Sofortbild-Kamera wirkt dagegen wie ein Fremdkörper. Dafür sind die Fotos Einzelstücke.

Die Sofortentwicklung hat ihren Preis. Nicht nur die Rohlinge schlagen zu Buche, auch das Gerät selbst: Rund 130 Euro kostet die Instax 70. Für einen Partyspaß dann doch recht teuer. Das Modell Mini 8 bietet weniger Automatik, sieht noch ein wenig klobiger und hässlicher aus, kostet dafür aber rund 60 Euro weniger.

Denn seien wir ehrlich: Der Einsatzzweck des Plastikkastens ist eher beschränkt auf Partys und Hochzeiten.

Fujifilm Instax × bento

Für diesen Test haben wir von Fujifilm ein Testgerät und zwei Filme geschickt bekommen. Wir haben unseren Test weder mit dem Hersteller abgesprochen noch bekommen wir irgendeine Gegenleistung. Nach unserem Test schicken wir das Gerät zurück. Mehr über unsere journalistischen Grundsätze in den FAQ.