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"Beste Verdienstmöglichkeit mit wenig Arbeit."

Klingt gut, oder? Wer träumt nicht von einem gut bezahlten Job, für den man kaum schuften muss? Das Problem: Wer auf ein solches Jobangebot antwortet, womöglich gar seine Bewerbungsunterlagen hinschickt, könnte Opfer eines Betrugs werden. Denn immer öfter veröffentlichen Kriminelle falsche Stellenangebote.

Recruitment Fraud oder Job Application Scam nennen Fachleute das. Die genaue Zahl solcher Betrugsfälle ist nach Angaben des Landeskriminalamt Hessen (LKA) nicht bekannt. Jährlich gebe es aber mehrere Hundert Fälle und die Tendenz sei steigend, sagt Kai Fain, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Compliance (Dico) heise online.

Wie funktioniert der Betrug?

Für die Fake-Anzeigen nutzen die Betrüger entweder Jobportale im Internet oder senden potenziellen Bewerbern gezielt Mails. Die Jobangebote sind auf den Bewerber oft perfekt zugeschnitten und locken mit hoher Bezahlung.

Was haben die Betrüger davon?
  1. Durch die Bewerbungen erbeuten Betrüger allerhand Personendaten und Dokumente.
    Den Tätern komme es auf eine möglichst umfassende Sammlung von Informationen wie Personendaten und Dokumenten an, teilt das LKA mit. Wozu die Daten benötigt werden, stelle sich oft erst später heraus. Ein Beispiel ist das Anlegen von Benutzerkonten in Onlineshops, mit denen die Täter dann diverse Waren bestellen.
  2. Opfer werden für Geldwäsche instrumentalisiert.
    Wer einer gefälschten Anzeige auf den Leim geht, begeht unter Umständen eine Straftat, ohne davon zu wissen. Das LKA warnt vor allem vor der sogenannten "Finanzagenten-Masche": Die Täter überweisen den neuen Mitarbeitern Geld, damit die es weiterüberweisen. Das Geld stammt oft aus einem Kreditkartenbetrug oder anderen Straftaten. Durch die Weiterleitung verschleiern die Opfer den Weg des Geldes, ohne davon zu wissen. Der Ursprung ist für die Polizei später nicht mehr nachvollziehbar. So wird Geld gewaschen.
  3. Sie erbeuten direkt Geld.
    Nach Angaben des LKA fordern die Betrüger die Bewerber beispielsweise dazu auf, für angebliche Arbeitskleidung zu zahlen. Misstrauisch solltest du auch bei Vermittlungsgebühren werden, die du angeblich für den Bewerbungsprozess zahlen sollst. Sie landen direkt bei den Tätern (heise online).
(Bild: imago/teutopress)
Wie sehe ich also, ob ein Jobangebot seriös ist?

Das LKA Hessen sagt: Du solltest misstrauisch werden,

  • ...wenn eine ausländische Firma Mitarbeiter sucht.
  • ...wenn eine unrealistisch hohe Bezahlung angeboten wird.
  • ...wenn der Job die Annahme von Waren und deren Weitersendung umfasst – oder bei Geld die Weiterüberweisung.
  • ...wenn wichtige Posten in Aussicht gestellt werden.
  • ...wenn es nur begrenzte Stellen gibt.
  • ...wenn betont wird, dass alles legal ist – sowohl in Deutschland als auch in der EU.
  • ...wenn auf ein persönliches Vorstellungsgespräch komplett verzichtet wird.

Man könne im Internet auf die Identität der Anbieter erst dann vertrauen, wenn sie verifiziert sei, warnt das LKA.

Was kann ich tun, wenn ich Verdacht schöpfe?

In diesem Fall rät das LKA Hessen...

  • den Kontakt zur vermeintlichen Firma abzubrechen,
  • niemals Geld an unbekannte Empfänger im Ausland zu überweisen,
  • keine Dokumente, Bilder vom Personalausweis oder Kreditkarten über das Internet zu versenden,
  • keine weiteren Forderungen zu begleichen, wenn du bereits Geld überwiesen hast,
  • den Fall der Polizei und dem Jobportal zu melden.

Fühlen

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