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Weil über den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg so wenig bekannt ist, hat jemand versucht, an seinen Hausmüll heranzukommen um wenigstens so ein wenig mehr über ihn zu erfahren. Schließlich herrscht er über zwei Milliarden Nutzer weltweit, und Facebooks Geschäft ist es, möglichst viel über jeden Nutzer zu wissen.

Denn dieses Wissen macht Facebook zu Geld: Firmen können sich den Zugang zu ganz bestimmten Nutzergruppen kaufen, um ihnen Werbung anzuzeigen. Etwa allen Frauen um die 20, die sich für Rennsport interessieren und in Belgien leben. Oder unentschlossene Wähler in Bundesstaaten in den USA.

Mission: Müllabfuhr

Mark Zuckerberg selbst versteckt sich lieber, unter anderem auf einem Anwesen in San Francisco. Der Journalist Joe Veix hat sich zunächst vergewissert, dass das Einsammeln von Müll in Ordnung geht (geht es) und gecheckt, wann die Müllabfuhr vorbeikommt (Mittwoch).

Aber vor Ort traf er dort nur auf vier private Sicherheitsmänner, und die Mülltonnen, die er fand, gehörten den Nachbarn. Und sie waren leer.

Zweiter Versuch: Mark Zuckerbergs Haus in Palo Alto, ganz in der Nähe der Facebook-Zentrale. Dort hat er gleich noch die Grundstücke drumherum gekauft, damit kein Nachbar ihn beobachten kann. Hier fand Joe Veix aber nur Absperrungen und Sichtschutzzäune, keine Mülltonnen.

Sein Fazit: Wenn sich doch Mark Zuckerberg für die Privatsphäre der restlichen Welt so interessieren würde wie für seine eigene!

Facebook steht gerade massiv in der Kritik: Russland hatte versucht, den Wahlkampf in den USA mit Fake News zu beeinflussen. Letztlich haben wohl nicht besonders viele Nutzer diese speziellen Fake News gesehen. Ein Problem sind reißerische Meldungen ohne klaren Absender aber trotzdem.

Und dann ist da noch Cambridge Analytica. Die Firma rühmt sich, Wähler beeinflussen zu können. Sie hat sich illegal Daten von Facebook-Nutzern besorgt und diese unter anderem Donald Trump zur Verfügung gestellt.

Facebook hat zwar Richtlinien dagegen, ist aber nicht unschuldig: Das Netzwerk hat Schnittstellen bereitgestellt und nicht so genau hingeschaut, was für Apps von wem auf welche Nutzerdaten zugreifen wollen. 

Wegen dieser Affäre muss Mark Zuckerberg sich vor dem Kongress verantworten. Auch in Großbritannien wollten ihn Politiker befragen. Das lehnte Zuckerberg aber ab.


Art

So sieht es aus, wenn man eine künstliche Intelligenz Nacktbilder malen lässt?

Der 18-jährige Robbie Barrat hat eine künstliche Intelligenz darauf trainiert, Bilder von nackten Menschen zu malen. Allerdings ging dabei etwas schief – und die Ergebnisse sind fleischfarbene Klumpen, die nur noch entfernt an Menschen erinnern.

Robbie Barrat findet das aber gar nicht weiter schlimm. Für ihn sind die Werke aus dem Computer surreale Kunst. Überhaupt glaubt er, dass die nächste große Bewegung in der Kunstwelt "AI-created art" wird, also von künstlichen Intelligenzen erstellte Kunst.