Bild: Facebook

Du bist umgezogen und willst deinen Freunden deine neue Wohnung zeigen? Jetzt verschicken wir Fotos – in Zukunft lädst du deine Freunde einfach virtuell in deine Wohnung ein. 

Es ist Freitagabend und du hast Lust, Freunde zu treffen? Jetzt gehst du aus – in Zukunft sitzt du mit VR-Brille auf dem Bett und gehst in eine virtuelle Kneipe.

So stellt sich das jedenfalls Facebook vor. 

Letztes Jahr hatte das Unternehmen es bereits angekündigt, jetzt kann die neue Funktion genutzt werden: Auf der Entwicklerkonferenz F8 hat Facebook eine überarbeitete Betaversion von "Facebook Spaces" freigegeben. "Spaces" ist eine virtuelle Umgebung, in der sich Facebook-Nutzer bewegen können – ganz ohne das Haus zu verlassen. 

Was kann Facebook Spaces?

Es gibt kein Profil, sondern einen Avatar. Der Nutzer erstellt also eine Figur, die einem selbst ähnlich sehen soll. Mithilfe eines Profilfotos erstellt ein Programm eine erste Version, die der Nutzer noch anpassen kann.

Facebook schreibt dazu auf der Website "Be Yourself". Naja. Photoshop-Fakes wären so in Zukunft jedenfalls nur das kleinere Übel: Wenn jeder seinen Avatar so gestaltet wie er es gerne hätte, haben wir virtuell alle perfekte Körper, Haut und Haare. Das ist vielleicht nicht immer ganz so nah an der Realität.

So stellt sich Facebbok die Avatare vor:

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Maximal drei Freunde können sich in der aktuellen Version gleichzeitig in der virtuellen Welt treffen. Dort sollen dann Fotos ausgetauscht werden, die Nutzer können miteinander chatten oder malen. Fast wie im echten Leben – man steht nebeneinander und malt Kreise und Blumen in die Luft. 

(Bild: Facebook)

Es soll sogar möglich sein, dort Fotos beziehungsweise Selfies zu machen. Facebook betitelt diese Funktion mit "Capture the Moment". Klar, so eine virtuelle Umgebung ist bestimmt nett: Wer viele Kilometer voneinander entfernt ist, kommt sich so ein bisschen näher. Aber so nahe, dass wir von unseren Avataren Fotos machen wollen. Puh. Eher nicht. 

Und wie funktioniert das?

Tja, rein theoretisch kann jeder "Spaces" benutzen – allerdings nur, wenn er eine Oculus Rift VR-Brille besitzt. Nutzer des Messengers können sich ebenfalls per Videocall einladen lassen. Das bedeutet: Wenn du keine Oculus Rift besitzt, kannst du selber nichts starten – du musst eingeladen werden.

Was genau war Oculus Rift nochmal?

Oculus Rift ist eine VR-Brille. Genauer gesagt, ein Head-Mounted-Display, also ein Ausgabegerät, das am Kopf des Nutzers befestigt wird. Diese spezielle Brille wird von der Firma Oculus VR hergestellt, die ganz zufälligerweise im Frühjahr 2014 für 400 Millionen US-Dollar von Facebook gekauft wurde. 

Ist das wirklich neu?

Ganz neu ist die Idee, dass wir mit Avataren durch virtuelle Realitäten laufen, nicht. 2003 veröffentlichte die Firma Linden Lab das sogenannte Second Life. Dort konnten Nutzer nicht nur miteinander chatten, sondern auch mit Waren handeln. Das Netzwerk existiert heutzutage zwar noch, die Nutzerzahlen gehen jedoch kontinuierlich zurück. 

Als "Second Life" bekannt wurde, kamen der Plattform soziale Netzwerke wie Facebook in die Quere: Dort war die Navigation für den Nutzer deutlich einfacher. Mehr als zehn Jahre später will Facebook einen eigenen Versuch starten. Was sich heute verändert hat, ist vor allem die Navigation. 

Second Life(Bild: dpa/DB Linden Labs)

Während "Second Life" mit Maus und Tastatur bedient werden musste, braucht der Nutzer heute nur noch ein Smartphone oder eine VR-Brille. Hinzu kommt, dass "Spaces", jedenfalls aktuell, in abgeschlossenen Räumen stattfindet. 


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