Bild: Mimikama

Ein "Sicherheitsteam" hat dich auf Facebook in einem Bild markiert?

Dann sei wachsam, denn diese gefälschten Seiten haben nicht Facebook als Auftragsgeber. Man erschrickt schon, wenn man plötzlich von einer Seite namens "Sicherheitsteam" auf einem Foto markiert wurde und dann diesen oder einen ähnlichen Text liest:

(Bild: Mimikama)

Schnell ist der Nutzer verleitet, zu denken, er habe tatsächlich etwas falsch gemacht. Doch in Wirklichkeit handelt es sich um eine beliebte Betrugsmasche, die bereits seit Jahren auf Facebook kursiert.

Loggt man sich nämlich auf der externen Seite ein, so gelangen Kriminelle in den Besitz der Login-Daten!

Die Masche

Die Betrüger erstellen Seiten und geben sich als Facebook aus. Dies geschieht unter vielen verschiedenen Namen, wie zum Beispiel Kontosperrung oder Sicherheitsteam. Besonders beliebt ist Facebook Security.

Danach wird vorgegeben, dass das Konto vor einer Sperrung stehen würde, um dies zu vermeiden, soll sich der Kontenbesitzer nochmals anmelden. Über einen externen Link wird der Nutzer auf eine gefälschte Facebook-Login-Seite gelockt:

(Bild: Mimikama)

Übergibt man den Kriminellen seine Daten, übernehmen diese das private Profil sowie alle zugehörigen Seiten und Gruppen, bei denen das Opfer Adminrechte besitzt.

Es ist also absolute Vorsicht bei diesen Betrugsversuchen geboten!

Was ist Mimikama?

Bekannt geworden ist der Verein vor allem durch die Facebook-Seite "Erst denken, dann klicken". Hier werden täglich Hoax-Meldungen korrigiert und wilde Gerüchte geprüft. Mimikama bedeutet übrigens "Gefällt mir" auf Suaheli. Der Verein sitzt in Wien und hat etwa 20 ehrenamtliche Unterstützer. Andre Wolf arbeitet mit einem Kollegen hauptamtlich für ihn. Hier hat er auch schon für Bento über Falschmeldungen berichtet.

Nochmal als Zusammenfassung:

  1. Betrüger erstellen sich eine Seite, die sich z.B. “FBSecurity Notice” oder wie im aktuellen Fall: "Sicherheitsteam" nennt.
  2. Als Profilbild verwenden sie die Initialen von Facebook (fb) oder das "F" Facebook-Logo selbst. Dadurch bekommt die genannte Seite einen offiziellen Charakter.
  3. Im nächsten Schritt durchforsten sie Facebookprofile und teilen, wie in diesem Falle, Titelbilder. Da Titelbilder immer "öffentlich" sind, ist dies sehr leicht möglich.
  4. Ab dem Moment, wo die genannte Seite das Titelbild des jeweiligen Admins / Seitenbetreibers teilt, bekommt dieser auch eine Benachrichtigung angezeigt und folgt automatisch dem Hinweis

In der Vergangenheit wurden jedoch auch schon persönliche Nachrichten verschickt oder man wurde direkt in einem Foto markiert. Egal wie diese Betrüger dich als Nutzer kontaktieren – Folge auf gar keinen Fall diesem Link bzw. gib NICHT deine Daten ein!

Dieser Text ist zuerst auf Mimikama erschienen.


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Horst Seehofers "Obergrenze" von Geflüchteten wird auch 2018 offenbar nicht erreicht
Drei Fragen, drei Antworten

Über Monate hinweg gab es im vergangenen Jahr für Horst Seehofer kaum ein anderes Thema: eine "Obergrenze" für Geflüchtete und Migranten. Schließlich einigte sich die Koalition nach langen Diskussionen auf einen "Korridor" von 180.000 bis 220.000 Zuwanderern. Mittlerweile ist klar: Diese Zahl wird im Jahr 2018 bei weitem nicht erreicht.

Wie viele Menschen kommen denn aktuell?

Nach Angaben von Seehofer sind bislang in diesem Jahr rund 100.000 Menschen nach Deutschland gekommen. Das soll er laut Teilnehmenden in der Sitzung der Unionsfraktion gesagt haben. Im November und Dezember kommen für gewöhnlich weit weniger Geflüchtete und Migranten an – der Bundesinnenminister rechne daher, dass man weit unter der Schwelle von 200.000 Menschen bleiben werde. Im Juni noch hatte Seehofer gesagt, dass man den festgelegten "Korridor" noch erreichen oder sogar überschreiten könne. (Zeit Online)

Wo ist der Unterschied zwischen der "Obergrenze" und dem "Korridor"?

Beim von der Koalition beschlossenen "Korridor" sollen Asylbewerber berücksichtigt werden ebenso wie Abgeschobene und freiwillige Rückkehrer. Den Angaben des Innenministeriums zufolge wurden bis zum September zwar 124.000 Asylanträge gestellt, bis August wurden aber auch rund 16.000 Menschen abgeschoben, 12.000 weitere kehrten freiwillig in ihre Herkunftsländer zurück. Im ersten Halbjahr wurden außerdem rund 19.000 Visa für den Familiennachzug ausgestellt.

Wie sah es im vergangenen Jahr aus?

Auch 2017 waren die Zahlen unter Seehofers geforderten "Obergrenze" geblieben – rund 187.000 Menschen kamen nach Deutschland. In der ganzen EU kamen in diesem Jahr deutlich weniger Geflüchtete und Migranten an, nachdem die Zahl der Asylanträge bereits 2017 um die Hälfte zurückgegangen ist. (Zeit Online)