Facebook war früher mal jung und wild (will es auch bald wieder ein bisschen werden), ist aber heute vor allem ein riesiger Datenkraken, der Geld mit seinen Nutzern verdient. Das, was wir in unseren Profilen über uns preisgeben, nutzt Facebook für zielgerichtete Werbung.

Der Konzern selbst erklärt das auf seiner Infoseite so: "Ein Unternehmen erstellt eine Werbeanzeige. Das Unternehmen wählt die gewünschte Zielgruppe aus. Wenn du dich in dieser Zielgruppe befindest, wird dir die Werbeanzeige von Facebook gezeigt." Soll heißen: Wer zum Beispiel RnB mag, bekommt Alben von Künstlern angeboten, die ihre Anzeigen an RnB-Liebhaber ausspielen.

Die "New York Times" hat herausgefunden, dass Facebook für seine Werbedaten nicht nur vermeintlich belanglose Dinge wie Musikgeschmäcker und Hobbys sammelt. Auch politische Einstellungen und Berufswege werden dokumentiert. Logisch eigentlich.

Dabei werden allerdings auch politische Profile erstellt, ohne dass du eine bestimmte Partei geliked hast. Oft genügt, dass dir ein Foto einer Partei gefällt oder du eine politisch relevante Werbung geklickt hast.

Wo kann ich meine Facebook-Daten einsehen?
  • Unter facebook.com/ads/preferences sind alle Einstellungen aufgelistet, die Facebook über dich für Werbekunden sortiert.
  • Der Reiter "Lifestyle & Kultur" ist jener, der die politischen Themen sammelt.
  • Klickst du auf einen Unterpunkt, wird dir näher erläutert, warum dieser Punkt mit dir verknüpft wurde. Dort kannst du auch Änderungen vornehmen.

Als politische Einstellungen gelten Parteien wie zum Beispiel die "SPD", Religionen wie "Islam" oder "Judentum", oder aber auch nationale Zuordnungen wie "Zentralasien". Oder eben "Deutsch":

Wer als politisch "Deutsch" eingestuft wird, bekommt daher vielleicht Anzeigen wie diese präsentiert:

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