Bild: dpa/Oliver Berg
"Gemäß den Artikeln I. 111, 112 und 113 des Strafgesetzbuches..."

Mal wieder macht auf Facebook ein Kettenbrief die Runde. In Form eines Textes widersprechen Nutzer den "neuen Facebook Richtlinien" und erklären wieder einmal, dass die Rechte an ihren Bildern bei ihnen selbst liegen. Wer hinter dem Kettenbrief steckt, ist nicht bekannt.

(Bild: Screenshot Facebook)

Warum dieses Posting totaler Quatsch ist und du es nicht teilen solltest
  • "in Reaktion auf die neuen Facebook Richtlinien"

Facebook hat die Richtlinien zum letzten Mal im Januar 2015 geändert. Es gibt aktuell keine Neuerungen.

  • "erkläre ich, dass meine Rechte an allen meinen persönlichen Daten, Zeichnungen, Bilder, Texte etc... nur bei mir liegen."

Der Nutzer stimmt mit den AGB zu, dass Facebook bestimmte Inhalte nutzen darf – je nachdem welche Privatsphäreneinstellung der Nutzer vorgenommen hat. Dabei zählt die Bestätigung der AGB und nicht ein Posting.

  • "Gemäß den Artikeln I. 111, 112 und 113 des Strafgesetzbuchs"

Im Strafgesetzbuch gibt es keine Artikel, sondern höchstens Paragraphen. Paragraph 111 handelt auch nicht von geistigem Eigentum sondern von der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten.

  • "UCC 1-308 1-308 1-103"

Der UCC ist der "Uniform Commercial Code", der Empfehlungen für das amerikanische Handelsrecht zusammenfasst. Das hat nichts mit Facebook-Nutzern in Deutschland zu tun.

  • "und dem Statut von Rom"

Das Statut von Rom oder auch das "Römische Statut des Internationalen Strafgerichtshofs" ist die vertragliche Grundlage des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag. Das hat ebenfalls nichts mit Facebook zu tun. Höchstens mit Themen wie Völkermord.

Zusammenfassung: Dieses Facebook-Posting brauchst du nicht teilen. Es enthält vollkommen absurde Informationen und hat keinen Nutzen.