Bild: EPA/Alberto Estévez
Du wirst nicht glauben, wie einfach die Idee ist!

Es ist oft genial einfach und enorm erfolgreich: Clickbaiting. Also das Nutzen von Überschriften und Vorschau-Texten, die wichtige Fragen offen lassen. Damit sollen Leser geködert werden, den Link zum Artikel anzuklicken – um mit dem Inhalt des Artikels enttäuscht zu werden. Besonders bei Facebook ist die Methode beliebt, weil sie viele Klicks verspricht. Doch jetzt will das soziale Netzwerk offenbar stärker dagegen vorgehen (The Verge).

Diese zwei simplen Fragen könnten Facebook wirklich verändern

Auf Twitter berichten nun Nutzer davon, dass sie von Facebook aufgefordert wurden, an einer Umfrage teilzunehmen. Dabei sollten sie angeben, ob bestimmte Überschriften "wichtige Details der Geschichte" vorenthielten. Die Frage erschien direkt unter den Beiträgen zweier Seiten aus den USA und Großbritannien.

So sah die Umfrage aus:
Ein weiterer Nutzer gab außerdem an, nach "irreführenden Formulierungen" befragt worden zu sein:

Bislang ist unklar, ob Facebook die Umfragen flächendeckend und für weitere Nutzer einsetzen will. Eine Anfrage des US-Techblogs "The Verge" ließ das Unternehmen vorerst unbeantwortet. Facebook hatte aber bereits im Sommer angekündigt, Clickbait-Überschriften in Zukunft bewusst seltener anzuzeigen als andere. Laut dem damaligen Bericht sollten die Formulierungen allerdings von einem internen Team und nicht den Nutzern bewertet werden.

A team at Facebook reviewed thousands of headlines using these criteria, validating each other’s work to identify a large set of clickbait headlines.
Was bedeutet das für die Zukunft?

Vermutlich will Facebook die interne Untersuchungen jetzt mit den Nutzer-Umfragen verbessern. Doch die Befragungen könnten noch einen anderen Vorteil haben: Neben Personalkosten spart sich der Konzern damit auch die seit langem geführte Debatte, ob er alleine entscheiden darf, was die Nutzer zu sehen bekommen.

Die Nutzer wären dann für das Aussortieren von Fake News und manipulativer Links selbst verantwortlich. Und Facebook weniger in der Verantwortung. Genial einfach.

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