Bild: Facebook/bento

Es gibt viele Messenger auf unseren Handys. Whatsapp, Telegram, Snapchat - und irgendwie auch Instagram. Die Anzahl nervt, aber wir mögen sie alle. Weil jeder einzelne irgendwas Spezielles besonders gut kann. Und dann gibt es den Facebook Messenger. Er kann gefühlt alles, wird aber nur zum Chatten genutzt

Offensichtlich reicht das Facebook aber nicht. Denn nach zahlreichen von Snapchat geklauten Features kommen jetzt weitere hinzu, die den Messenger noch "vielseitiger" machen sollen. Auf der jährlichen F8-Entwicklerkonferenz hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg sie vorgestellt. 

Das sind die 5 Neuerungen, die Facebook angekündigt hat:
  • einen eigenen App-Store - für Bots
  • Erweiterungen, die sich in Chats einklinken können
  • automatische Vorschläge von "M", einem virtuellen Assistenten
  • einen Scanner für QR-Codes. Wtf. Wer nutzt QR-Codes?
  • noch mehr Spiele im Chat. Wer nutzt... mmh.

Manche der Neuerungen könnten durchaus auch spannend werden - zum Beispiel die Möglichkeit, Spotify-Songs direkt mit Freunden zu teilen und im Chat anzuhören. Andere - und das sind die meisten - sind offensichtlich nur dazu da, um Unternehmen noch mehr Möglichkeiten zu geben, uns auf die Nerven zu gehen. 

Ein Beispiel: Der QR-Code-Scanner ist nicht einfach nur überflüssig, er ist auch ausgerichtet auf spezielle QR Codes, die wiederum nur Facebook anbietet. Kein Mensch braucht das.

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Warum tut Facebook das?

Mit den Neuerungen versucht Facebook, allen alles anzubieten. Unternehmen sollen ihren Kundenservice über den Messenger abwickeln, Nutzer können Freunden Geld schicken und wer noch einen Roboter braucht, der creepy im Gruppenchat dabei ist, kann das künftig auch einrichten. Offensichtlich hat Facebook panische Angst einen potentiellen Zukunftstrend zu verpassen. 

Facebook hechelt damit einem asiatischen Vorbild hinterher. Denn dort ist es bereits seit Jahren absoluter Standard, den Messenger für weitaus mehr als nur zum Chatten zu benutzen. Der größte Messenger dort, WeChat, ist bereits für viele Nutzer alles in einem: News-Website, Bank, Pizza-Service, Chat-Room, Taxi-App - um nur einige der gängigen Anwendungsbeispiele zu nennen. Der Umweg über eine weitere App oder Google entfällt.

Das will Facebook auch. Deshalb wird einfach alles eingebaut, auch wenn das meiste davon nur nervt.


Today

Peinliche Panne: USA schicken Flugzeugträger gar nicht nach Nordkorea – sondern nach Australien
5.000 Kilometer in die falsche Richtung

Mit einem Flugzeugträger und weiteren Kriegsschiffen wollte die US-Regierung Nordkoreas Diktator Kim Jong Un einschüchtern – weil er schon wieder mit Raketentests provoziert hatte. (bento)

Vor mehr als einer Woche verkündete die US-Marine, dass die Flotte in Richtung Korea losgefahren sei. Doch jetzt kam heraus, dass der Flugzeugträger tagelang genau in die andere Richtung fuhr – nach Australien! Den Beweis für die Panne lieferte die US-Marine selbst, indem sie Fotos veröffentlichte, die das Schiff rund 5.600 Kilometer südlich seines angeblichen Zielortes zeigten. (New York Times)