Worum es im Video geht, ist aber noch viel gruseliger.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg spricht mit seinem Toaster. Das ist die Kurz-Zusammenfassung eines Videos, das bislang rund 17 Millionen Menschen gesehen haben. In dem gut zweiminütigen Homevideo geht es um den virtuellen Butler "Jarvis", den sich der Facebook-Gründer selbst programmiert hat. Für viele Menschen wäre das allein vermutlich schon nerdig genug.*

Doch wirklich besonders wird das Video wegen der unbeholfenen Schauspiel-Szenen, die zeigen sollen, wie der Multi-Milliardär mit seiner Familie den virtuellen Butler nutzt.

Die gruseligsten Momente des Videos von Mark Zuckerberg:
  1. Als er aufsteht und bereits im Bett sein graues T-Shirt trägt
  2. Jarvis erzählt ihm, dass seine Tochter bereits wach sei und jetzt vom Computer "unterhalten" werde
  3. Die Eltern klingeln und winken mit irre aufgerissenen Augen in eine Überwachungskamera
  4. Mark Zuckerberg isst Toastbrot und spricht dabei wie ein Roboter
  5. Als er auf dem Sofa sitzend den Computer fragt, wer aus der Familie als nächstes gekitzelt werden sollte
Hier kannst du dir das Video selbst anschauen:
Zwei Szenen sind überraschend lustig

Fairerweise muss man sagen, dass das Video auch lustige Momente hat – wenn auch weitaus weniger als offensichtlich geplant. So wird Zuckerberg beim Betreten des begehbaren Kleiderschranks von einer T-Shirt-Kanone beschossen, die ihn täglich mit neuen grauen T-Shirts versorgt. Richtig gut wird es jedoch, als der Obernerd mit "Jarvis" über Musik redet:

- "Jarvis, spiele gute Musik von Nickelback."
- "Sorry Mark, das kann ich leider nicht tun. Es gibt keine gute Musik von Nickelback."
In den letzten Jahren hatte Zuckerberg schon andere unkonventionelle Ideen

Hinter der Programmierung von "Jarvis" steckt ein Neujahrsvorsatz von Mark Zuckerberg – er wollte 2016 eine KI programmieren und damit sein Haus steuern können. Das hat er nun geschafft.

Die guten Vorsätze haben übrigens Tradition. Schon seit längerem gibt der Facebook-Gründer zum Jahreswechsel bekannt, was er sich für die kommenden 365 Tage vorgenommen hat. Die Ideen schwanken dabei oft zwischen künstlerisch-kreativ und nerdig-skurill:

Etwas schreiben, Tiere töten, mehr programmieren – Das waren Mark Zuckerbergs gute Vorsätze der letzten Jahre
2010: Chinesisch lernen
2011: Nur Fleisch von Tieren essen, die er selbst getötet hat
2012: Jeden Tag programmieren
2013: Jeden Tag eine neue Person kennenlernen
2014: Jeden Tag einen Dankeschön-Zettel schreiben
2015: Jede Woche ein neues Buch lesen
2016: Einen virtuellen Butler programmieren und 365 Meilen laufen gehen (ca. 587 Kilometer)
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Doch hinter dem Clip schrägt eine gruselige Idee

Doch trotz der schrägen Szenen ist das Video alles andere als nur Eigenwerbung. Denn "Jarvis" könnte in absehbarer Zeit auch in anderen Wohnungen behilfich sein. Zuckerberg hat bereits erklärt, dass er sich gut vorstellen könne, den virtuellen Butler zu einem neuen Facebook-Produkt zu machen. (Recode)

Der Markt um sogenannte "Smart Home"-Produkte gilt als Millionengeschäft. Dabei geht es um Alltags-Gegenstände, die mit dem Internet verbunden werden. Offensichtlich überlegt sich auch Facebook, in diesem Bereich aktiv zu werden. Dann hätte das weltgrößte soziale Netzwerk nicht nur die Hoheit über unsere tägliche Kommunikation, sondern vielleicht auch über unsere Webcams und Haustüren. Gruselig.

Wenn es um Bilder von sich selbst geht, ist der Facebook-Gründer übrigens weitaus weniger offen:

Was denkst du über das Thema?

*Jarvis ist auch der künstliche Roboter des Marvel-Helden und exzentrischen Multimillionärs "Iron Man" alias Tony Stark.


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