Bild: Imago/Rene Traut

Seit dem 1. Oktober ermöglicht Facebook Menschen und Krankenhäusern in Indien, die Bluttransfusionen benötigen, einfacher mit Blutspendern in Kontakt zu kommen.  

Ein neues Feature erlaubt es Facebook-Nutzern, sich als Blutspender zu registrieren. Krankenhäuser oder Menschen in der Nähe dieser Blutspender können bei Bedarf über einen Post mit Informationen zur Blutgruppe, genauem Standort für die Blutspende und dem Grund für die benötigte Transfusion auf sich aufmerksam machen. 

Auf diese Anfrage können die potentiellen Blutspender dann wiederum über WhatsApp, den Facebook Messenger oder einfach telefonisch reagieren. Die Person, die eine Bluttransfusion erhält, kann allerdings keinerlei Daten über den Blutspender oder die Blutspenderin einsehen. Im besten Fall kommt es zu einer gezielten Spende. (Global Voices/ Facebook Newsroom)

Facebook-Gründer und CEO Mark Zuckerberg hat die neue Funktion Ende September in einem Post angekündigt:

Unter anderem erzählt er, wie es zur Umsetzung des Projekts kam: 

Die Idee für die Funktion entstand bei einem Hackathon und Hema Budaraju, eine unserer Produktmanagerinnen, hat dabei geholfen, die Idee umzusetzen. Diese Angelegenheit ist für Hema eine sehr persönliche: Bei ihrem Vater wurde vor fünf Jahren Krebs diagnostiziert, er verlor so viel Blut bei der Chemotherapie, dass er eine Woche lang jeden Tag eine Bluttransfusion brauchte. Hema musste sich an Freunde und Verwandte wenden und sie um Blutspenden bitten. Viele kamen und spendeten, weil sie wussten, es würde ihrem Vater helfen. Diese Sache erinnert Hema immer wieder daran, dass Menschen bereit sind zu helfen, sie brauchen nur das nötige Equipment und die Informationen dafür.
In Indien gibt es allgemein einen Mangel an Blutspenden. 

Der variiert von Stadt zu Stadt, insgesamt fehlen im Land aber durchschnittlich etwa 10 Prozent von dem Blut, was benötigt wird. Aus dieser Not heraus müssen Angehörige und Freunde von Patienten sich oft selbst um Blutspenden bemühen, wie auch im Fall der Facebook-Produktmanagerin Hema Budaraju. Oft tun sie das über soziale Medien. (CNN)

Menschen benutzen Facebook tausendfach die Woche, um Blutspender zu finden.
Hema Budaraju, Facebook-Produktmanagerin

Bisher taten sie das in Facebook-Gruppen, wie etwa in der Gruppe "Blood donors India":

Die neue Funktion soll den Austausch leichter und effizienter machen. Facebook hat dafür mit Krankenhäusern, NGOs und Blutbanken zusammengearbeitet. 

In Indien gibt es immer noch viele Mythen zum Thema Blutspende, wie etwa, dass Vegetarier kein Blut spenden können oder dass Frauen stark davon geschwächt würden. Indien ist das Land mit den wenigstens Blutspenderinnen weltweit mit nur sechs Prozent weiblichen Spenderinnen. (CNN)

Zum einen soll durch das neue Feature also der Zugang zu Blutspendern erleichtert werden, zum anderen soll es aber auch ein Bewusstsein für das Thema schaffen


Gerechtigkeit

Norwegens National-Fußballerinnen verdienen jetzt genauso viel wie die Männer

Frauen verdienen weniger als Männer – auch der Sport ist dabei keine Ausnahme.

Einen Schritt hin zu fairen Gehältern macht jetzt der Norwegische Fußballverband NFF: Der Verband hat am Samstag beschlossen, den weiblichen Nationalspielerinnen denselben Lohn zu zahlen wie den männlichen. Dafür kommen die Männer den Frauen sogar entgegen. 

Diese Regelung ist laut dem NFF einzigartig im internationalen Fußball. (MDR)