Schon ein blöder Zufall

Fast 50 Millionen. So viele Facebook-Accounts wurden von Unbekannten gehackt. Das hatte das Unternehmen am Freitag bekannt gegeben. (bento)

Eine Tatsache, über die viele Facebook-Nutzerinnen und Nutzer sicherlich gern Bescheid wüssten. Doch in manchen Fällen stand etwas zwischen den Nutzern und der Information: Facebook selbst.

Denn Artikel von Nachrichtenseiten, die über den Hack berichteten, wurden von dem sozialen Netzwerk teilweise blockiert. Die Begründung: Der Artikel sei so oft auf Facebook geteilt worden (logisch – er ist ja auch sehr relevant…), dass Spam vermutet würde.

Auf den Fehler hingewiesen hat beispielsweise Emily Bell, Professorin für digitalen Journalismus an der Columbia University. Sie versuchte einen Artikel der Nachrichtenagentur AP über den Hack zu teilen, zusammen mit der Aufforderung "Ändert euer Passwort" – doch Facebook blockierte ihren Post.

Hier ein Screenshot:

Unter ihrem Tweet meldeten sich auch andere Nutzerinnen, die ähnliche Probleme hatten. Auch Artikel der britischen Zeitung "The Guardian" sollen beispielsweise betroffen gewesen sein.

Vermutlich stecke hinter der Blockierung zwar tatsächlich keine Absicht, sondern ein automatisierter Prozess, schreibt Bell später. Allerdings könnte man eigentlich auch erwarten, dass eine seriöse Quelle wie AP grundsätzlich nicht von dem Netzwerk als Spam markiert werde.

So oder so – sie und die anderen, die die Fehlermeldung sahen, waren sich einig: Eigentlich sei das Ganze sinnbildlich dafür, wie Facebook mit Fehlern umgeht. Und davon abgesehen ganz schön peinlich.


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Indonesische Behörden bestätigen mehr als 800 Tote nach Tsunami
Zwei Fragen und zwei Antworten

Wie ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde des Landes am Samstag mitteilte, sind nach den schweren Erdbeben und dem folgenden Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi mindestens 384 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 29 Menschen werden noch vermisst, mehr als 500 sind verletzt.

Was ist passiert?

Die Insel wurde am Freitag von zwei Erdbeben erschüttert (bento). Das erste Beben hatte die Stärke 5,9, das zweite die Stärke 7,4. Kurz darauf brach eine Tsunamiwelle über die Westküste von Sulawesi herein. Die Opferzahlen könnten noch deutlich in die Höhe gehen. 

Woher stammen die Zahlen?

Bisher gibt es nur Zahlen aus der Küstenstadt . Die 350.000-Einwohner-Stadt liegt an der Westküste von Sulawesi. Der Sender Metro TV zeigte mit einer Handykamera gemachte Aufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie die Wellen auf Häuser treffen.