Bild: Michael Reynolds / dpa

"Wir hoffen, die Menschen, die Mark lieben, finden Trost in den Dingen, die hier geteilt werden, um an ihn zu erinnern und sein Leben zu feiern."

Facebook ist am Freitagabend schlagartig sehr besinnlich geworden. Ein Systemfehler hatte offenbar viele Tausend Nutzer für kurze Augenblicke für tot erklärt und über ihren Profilen einen Gedenkbanner eingeblendet. Immerhin: Der Facebook-Balken blieb blau und wurde nicht schwarz.

Doch selbst vor Facebook-Gründer Mark Zuckerberg machte der tödliche Bug nicht halt:

Offenbar trat der Fehler vor allem bei amerikanischen Profilen auf. Das Tech-Blog "The Verge" ulkte, man habe Facebook zu einer Stellungnahme angefragt. Es habe aber niemand geantwortet – "wahrscheinlich, weil da alle tot sind".

Auf Twitter erfreuten sich die vermeintlich Toten derweil bester Gesundheit – und reagierten entgeistert bis belustigt auf den Fehler. "Es war schön, euch gekannt zu haben", schrieb ein User.


Ein Unterstützer der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton twitterte: "Warum sagt mir Facebook, dass alle tot sind? Es war eine harte Woche, aber stellt euch doch nicht so an!"

Nun hatte es aber offenbar nicht alle Nutzer erwischt. Recht machen konnte man es den Überlebenden aber auch nicht: "Facebook sagt nicht, dass ich tot bin", beschwerte sich ein User auf Twitter. "Nach dieser Woche bin ich nicht sicher, ob ich darüber erleichtert sein soll."

Wo werden eigentlich unsere Fotos gespeichert, die wir auf Facebook hochladen? In riesigen Rechenzentren, wie diesem hier im schwedischen Luleå:
Emilie De Clercq arbeitet als Technikerin bei Facebook in Schweden.
So sieht das Rechenzentrum aus der Luft aus.
150 Menschen arbeiten für Facebook in Luleå.
Jay Park ist der Facebook-Manager, der für die Rechenzentren zuständig ist.
Linnéa Svallfors arbeitet für einen privaten Sicherheitsdienst und bewacht das Gebäude.
Alte Festplatten werden von Christer Jonsson zerstört, bevor sie auf dem Müll landen. Sicher ist sicher.
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Dieser Text ist zuerst auf SPIEGEL ONLINE erschienen.


Fühlen

Tinder für die Nase: So riecht die Liebe
"Schwitzen ist sexy"

60 kleine Gläser mit weißen Tüchern darin stehen umgedreht auf dem Tisch, ordentlich aufgereiht und nummeriert. Hannes hebt eines der Gläser zur Nase, riecht daran. Schnell zieht er den Kopf zurück. "Boah, das geht gar nicht", sagt er. Zu herb ist der Geruch nach Schweiß. Denn in jedem der kleinen Gläser schlummert der Duft eines Menschen, eingefangen in einem Taschentuch.

Was das Berliner Smell Lab auf dem State Festival im Kühlhaus versucht, ist wie Tinder für die Nase. "Smell Me, Smell You" heißt das Experiment – und es beginnt für alle Teilnehmer mit einer Viertelstunde schweißtreibender Aerobic. Denn hier geht es nicht um den Geruch, den wir uns mit Marken-Parfüms und Anti-Stress-Deos geben. Der ganz natürliche Eigengeruch, nach dem Training aus den Achseln abgerieben und in Gläsern konserviert, soll am Ende entscheiden, wo man sein "Ja, ich will“-Kreuz macht.