Bald kann man zwei Billionen öffentliche Posts durchsuchen.

Auf Facebook landen jeden Tag unfassbare Informationsmengen. Es ist aber kaum möglich, diese Berge an News-Artikeln, Essenbildern und persönlichen Bekenntnissen zu ordnen. Der News-Feed zeigt nur den winzigen Teil an, den der Facebook-Algorithmus für diesen speziellen Nutzer für relevant hält. Selbst suchen kann man nur nach Personen und Gruppen, nicht nach einzelnen Posts und ihrem Inhalt.

Das will der Zuckerberg-Konzern nun ändern: Mehr als zwei Billionen Posts auf der Seite sollen durchsuchbar werden, schreibt TechCrunch (dort gibt es auch Screenshots der neuen Funktion). Also nicht nur die von Freunden oder geliketen Seiten, sondern alles, was irgendjemand und irgendeine Gruppe öffentlich gepostet hat. Etwa wer zu "Pegida" schreibt oder was verschiedene Medien zu Flüchtlingen schreiben. Bereits in den kommenden Tagen soll die neue Funktion in den USA verfügbar sein.

Wer zum Beispiel die Nachrichtenlage zu einem bestimmten Thema checken wollte, musste bisher zu Google News gehen. Wer sich mit anderen live zu einem Event austauschen will, sucht häufig auch Twitter nach dem entsprechenden Hashtag. Künftig könnte beides auch gut auf Facebook möglich sein.

Für Facebook könnte die neue Suche auch eine gute Möglichkeit sein, Geld zu verdienen. Sucht ein Nutzer nach Posts über ein bestimmtes Produkt, outet er sich als potenzieller Käufer. Facebook kann dann entsprechende Werbung außenrum schalten – genau wie Google bei seinen Suchergebnissen. Eine Monetarisierung ist laut Facebook aber erst einmal noch nicht geplant.