Afros, Rothaarige – und Lamas.

Emojis sind längst eine Art eigene Sprache. Sie bilden ab, wie Menschen miteinander kommunizieren. Am Anfang reichten ein weinender und ein lachender Smiley. Mittlerweile sind auch Mangos für die Einkaufsliste gefragt, oder grauhaarige Smileys für die Generation "Silver Surfer".  

Aber es kann eben nicht genug Emojis geben, um die ganze Bandbreite an Erlebnissen und Emotionen abzubilden – entsprechend viele Anfragen von Handy-Nutzern gehen bei den Emoji-Entwicklern ein. Am 5. Juni wurde nun eine neue Ladung freigeschaltet.

Hier kannst du dir alle neuen Emojis anschauen:

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Die kleinen Bildchen zeigen Lamas und Waschbären, frierende und schwitzende Smileys. Außerdem Skateboards und Frisbees. 

In den bisherigen Emoji-Katalogen wurden viele Gruppen überhaupt nicht berücksichtigt: Rothaarigen zum Beispiel oder Skater. Oder Lacrosse-Spieler, Menschen, die gerne mit einem Abakus rechnen, Waschbär-Fans und Feuerwehrmänner. Und Feuerwehrfrauen natürlich. 

Dass die Emojis nun Teil des "Emoji-Alphabets" sind, liegt am Unicode-Konsortium.

Das ist eine Organisation, in der Entwickler, Kreative und Vertreter der großen Tech-Konzerne der Welt vertreten sind – also alle von Google über Apple bis Facebook. Jedes Jahr trifft sich das Unicode-Konsortium und berät, welche Emojis von einer Mehrheit gewünscht sein könnte. Also wohlmöglich irgendwo auf dieser Welt mehr als drei Mal verschickt wird.

Die größte Änderung der aktuellen Ausgabe sind die neuen Haarfarben und -frisuren.

So wurden auch Glatzen und Lockenköpfe eingeführt. Jeremy Burge, einer der Vorsitzenden des Unicode-Konsortiums, hat die Vorschläge für natürliche Haare eingereicht. 

In seinem Antrag führt er aus, dass bisher zu wenige Haarfarben repräsentiert wurden – und sich Nutzer entsprechend mit kreativen Kombinationen weiterhelfen mussten. 

  • Wer seinen kahlen Opa abbilden wollte, kombinierte laut Jeremy zum Beispiel ein normales Gesicht mit einer Stecknadel und einem Ei:
  • Für Locken wurde demnach ein Wirrwarr aus Hitze-Symbolen und Kringeln verwendet:

Nun soll alles einfacher werden. Ob die einzelnen Emojis wirklich immer gebraucht werden und die Welt verbessern, ist fraglich. Ihre Anwesenheit schadet allerdings auch nicht. 

Wie kommt Unicode auf neue Ideen?

Jeder kann Vorschläge beim Konsortium einreichen. Man sollte aber eine gute Erklärung dafür haben, warum man genau diesen Emoji einführen will, sagt Unicode-Präsident Mark Davis. Etwa, weil es oft verwendet werden würde. 

Das muss man dann belegen, etwa mit Auswertungen, wie oft der Ausdruck auf YouTube oder woanders vorkommt. Und: Etwas Ähnliches sollte es im Emoji-Sammelsurium noch nicht geben. Es gibt entsprechende Anträge dafür auf der Seite des Konsortiums.

Eine Berlinerin hatte zum Beispiel erfolgreich für die Einführung von Kopftuch-Emojis gekämpft – und wurde so berühmt:

Die Vorschläge haben einen langen Vorlauf. Das Fehlen von Rothaarigen in Emoji-Land war eine der häufigsten Beschwerden im Jahr 2016, sie einzuführen wurde 2017 diskutiert (bento). Nun, 2018, sind sie tatsächlich da. 

Also, fast.

Wann kommen die Emojis aufs Handy?

Der 5. Juni ist nun der offizielle Startschuss für die neuen Emojis. Aber das Standard-Design des Konsortiums wird so nicht überall übertragen. Wie die Emojis aussehen, hängt von Herstellern wie Samsung, Google oder Apple ab – die müssen die Zeichen nun jeweils in ihrem eigenen Design umsetzen. Realistisch ist aber, dass Ende 2018 alle neuen auf dem Smartphone zu finden sind. (Techbook)

Für 2019 gibt es auch schon wieder mehr als 100 Symbole, die diskutiert werden. Mit dabei sind eine Tauchermaske und ein Jo-jo, ein Blindenhund und ein Otter, Falafel – und ein gähnender Smiley.


Mit Material von dpa


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