Zwei Niederländer nehmen die Scheiße in Angriff
Update: Die ganze Aktion ist ein Aprilscherz, der schon eine Woche vor dem 1. April angefangen hat. Wir sind leider darauf hereingefallen. Das hätte nicht passieren sollen, Entschuldigung!

Hightech statt Plastiktüte: Die Niederländer Gerben Lievers and Marc Sandelowsky haben sich zusammengetan, um die stinkenden Hinterlassenschaften von Hunden von Straßen und Wegen zu entfernen – mit Drohnen. Die Fluggeräte sollen die Kothaufen aufspüren und einsammeln, ohne dass man sich dabei die Finger schmutzig macht.

Wie funktioniert das genau?
  • Die Drohnen sollen dabei immer paarweise arbeiten. Zuerst wird die Gegend mit dem Watchdog 1 genannten Quadrocopter per Wärmebildkamera nach Hundehaufen abgesucht. Am besten funktioniert das, wenn die noch frisch und deshalb warm sind. Ist so ein Haufen abgekühlt, wird er für die Spezialkamera unsichtbar.
  • Sobald man fündig geworden ist, soll die zweite Drohne, Patroldog 1, losfahren und den Hundehaufen einsammeln.

So sieht der Hundehaufen in der Wärmebildkamera aus:

Wärmebildaufnahme eines Hundehaufens

Die Entwicklung eines solchen Geräts sei längst überfällig. "Jedes Jahr werden in Deutschland 500 Millionen Kilo Hundekot nicht aufgeräumt", sagt Lievers (Dogdrones). Mit den steigenden Temperaturen des Frühlings sei das nicht nur ein Geruchs- sondern auch ein Gesundheitsproblem.

"Hundekot enthält Bakterien, Viren, Parasiten und Würmer, die vor allem für Kinder gefährlich sind. Aber auch Erwachsene und andere Hunde laufen Gefahr. Eier von Parasiten können jahrelang überleben und damit bleibt eine Infektionsgefahr wenn Hundekot nicht entsorgt wird", warnt Lievers.

Die Technik haben die beiden nicht vollkommen neu entwickelt.

Sie sei bisher beispielsweise benutzt worden, um Rehkitze anhand ihrer Körpertemperatur in Feldern aufzuspüren und vor Mähdreschern zu retten, erklärt Marc Sandelowsk. Die Aufsammeldrohne sieht einem Staubsaugerroboter sehr ähnlich.

Offensichtlich sind die Entwickler aber auch noch lange nicht fertig mit ihrem Projekt. Vor allem die Bodendrohne müsse weiterentwickelt und vergrößert werden, um mehr Hundehaufen in einem Rutsch aufsammeln zu können.

Soll die häufen einsammeln: Patroldog 1
Und wohin kommen die eingesammelten Exkremente?

Das Problem ist noch ungelöst. Sicher scheint nur, das es dabei um große Mengen geht. Auf der Webseite des Projekts ist von sagenhaften 588 Millionen Kilo Kot die Rede, die Hunde auf Deutschlands Straßen, in Parks und Wäldern jedes Jahr hinterlassen.

Ob man mit Drohnen etwas gegen diese Massen ausrichten kann, darf bezweifelt werden. Vorerst suchen die Entwickler noch nach Betatestern für ihre Dogdrones. Aus denen wollen sie später ein Netzwerk stricken, das sich der Herausforderung in Deutschland stelle.

Einen Mangel an Enthusiasmus kann man ihnen nicht unterstellen. Eher das Gegenteil.


Tech

Das neue iOS-Update räumt endlich mehr Speicherplatz auf deinem Handy frei

Am Montag hat Apple mal wieder ein Update für sein iPhone- und iPad-Betriebssystem iOS veröffentlicht. Die Version 10.3 bringt einige kleinere Neuerungen:

  • Man kann damit seine AirPods-Kopfhörer suchen,
  • in der Maps-App markieren, wo man sein Auto geparkt hat
  • und mehr Aufgaben per Spracheingabe mit Siri erledigen.

Vor allem aber macht das Update Platz im Speicher frei. Und Speicherplatz, das weiß jeder, der ein Smartphone besitzt, kann man nie genug haben.