Bild: Bumble

Du kommst von der Party nach Hause, bist leicht angetrunken und willst noch schnell duschen. Oh, da, dein Ebenbild im Spiegel lenkt dich ab. Wie hypnotisiert greifst du zum Handy. T-Shirt aus, Bauch einziehen, Kussmund. Klick, fertig ist das Spiegel-Selfie.

Die Macher der Dating-App Bumble haben auf solche Fotos keine Lust mehr – und die selbstverliebten Spiegel-Selfies kurzerhand verboten. Das schreiben sie in einem Blogpost, in dem die neuen Richtlinien erklärt werden. Der Titel: "No More Mirror Selfies. You're Welcome, Folks!"

Wer gegen die Richtlinien verstößt, riskiert zunächst eine Verwarnung. Beim zweiten Verstoß droht ein vollständiger Ausschluss von der App.

Die Entscheidung soll angeblich im Sinne der Nutzer sein. Laut Bumble zeigen die meisten nach links gewischten (und damit zurückgewiesenen) Profile Spiegel-Selfies. Auch 86 Prozent der gemeldeten Profile würden Spiegel-Selfies enthalten.

Wer also jetzt empört auf Tinder ausweicht, um dort seine Spiegel-Selfies zur Schau zu stellen, sollte vielleicht noch mal über seine Erfolgsaussichten nachdenken. Vielleicht hängen auf Bumble aber auch einfach nur eher spießige Menschen rum, die fast ausschließlich auf professionell wirkende Fotos stehen.

Welche Fotos hat Bumble noch verboten?
  • Bikini-Fotos – jedenfalls solche, die nicht am Pool oder am Strand aufgenommen wurden.
  • Fotos in Unterwäsche. Die Begründung: Auch ein Restaurant werfe seine Gäste raus, wenn sie in Unterwäsche erschienen. In privaten Nachrichten auf Bumble sind Fotos von Menschen in Unterwäsche aber weiterhin erlaubt.
  • Bilder mit Text darauf.
  • Fotos von Kindern ohne Erwachsene.
  • Fotos, auf denen das Gesicht nicht zu erkennen ist.

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Was will Bumble damit erreichen?

Bumble wirbt damit, dass in der App die gleichen Regeln gelten wie im echten Leben. Die Macher der App wollen eine freundlichere Atmosphäre schaffen als bei Tinder, wo es nicht selten vorkommt, dass vor allem Frauen ungefragt Dickpics bekommen.

Gegründet hat die App Whitney Wolfe. Die 27-Jährige war auch Teil des Gründerteams von Tinder, verließ das Start-Up 2014 jedoch im Streit – und klagte später gegen Tinder wegen sexueller Belästigung.

Auf Bumble können ausschließlich Frauen den ersten Kontakt zum Mann herstellen. Nur bei Menschen, die nach gleichgeschlechtlichen Partnern suchen, können beide die erste Nachricht senden. So will Wolfe erreichen, dass Frauen öfter den ersten Schritt machen.

Männer könnten dank der Regel schlicht nicht mehr behaupten, dass eine Frau verzweifelt sei, nur weil sie in einer Dating-App die erste Nachricht schicke, sagte sie dem Time-Magazin. Das Verbot bestimmter Fotos ist offenbar eine weitere Maßnahme, um den Umgang unter App-Nutzern natürlicher zu gestalten.

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