Bild: Boeing
3 Fragen, 3 Antworten zu Boeings neuem Konzept

Die legendäre Concorde brachte Passagiere in Rekordzeit von London nach New York City – doch vor 15 Jahren wurde der Betrieb eingestellt. Zu geringe Nachfrage und wachsende Sicherheitsbedenken nach einem Absturz im Jahr 2000. 

Nun rückt eine mögliche Rückkehr des Überschallflugzeugs für den Personenverkehr näher: US-Flugzeugbauer Boeing hat bei einer Konferenz in Atlanta das Konzept eines neuen Hyperschallflugzeugs vorgestellt.

Was kann dieses Hyperschallflugzeug?

Die Maschine soll etwa 6200 Kilometer pro Stunde fliegen. Das entspräche fünffacher Schallgeschwindigkeit – also Mach fünf. Der Jet wäre damit mehr als zweieinhalb Mal so schnell wie die Concorde. In einer Höhe von 27.000 Metern soll er 150 Passagieren Platz bieten. Die Concorde brachte es dagegen "nur" auf eine Flughöhe von 18.000 Metern.

Wichtige Fragen zur Triebwerkstechnik und zum Umweltschutz klammerte Boeing bei der Präsentation jedoch aus. Unklar ist auch, welchen Belastungen Passagiere bei dem Flug ausgesetzt wären.

Wann fliegt es?

Es wird noch 20 bis 30 Jahre dauern, bis der Jet auf den Markt kommt, teilte Boeing mit. Aber dann sollen auch Tagestrips von Europa in die USA möglich sein. Denn das Hyperschall-Modell bräuchte nur zwei Stunden von London nach New York. 

Zum Vergleich: Der neue ICE zwischen Berlin und München braucht doppelt so lange. Auch Flüge über den Pazifik wären mit dem neuen Überschall-Jet deutlich schneller. Eine Reise von den USA nach Japan würde laut Boeing dann nur noch drei Stunden dauern.

Wer arbeitet noch daran?

Boeing ist nicht die einzige Firma, die an neuen Überschallflugzeugen arbeitet. Das US-Unternehmen Boom hatte im Sommer 2017 angekündigt, dass es für seinen bis zu 55-sitzigen Überschalljet bereits 76 Bestellungen von fünf Fluggesellschaften eingesammelt habe. Auch die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat einen neuen Überschalljet in Auftrag gegeben. Er soll ohne Überschallknall fliegen.


Dieser Text ist zuerst bei SPIEGEL ONLINE erschienen.


Gerechtigkeit

Wie die AfD unsere Sprache nach rechts verschiebt
Ein AfD-Wörterbuch.

Sie reden von "Umvolkung", "Lügenpresse" oder von "Frühsexualisierung", das Wort "völkisch" müsse wieder positiv besetzt werden, am Begriff "Schuldkult" können sie nichts Verwerfliches erkennen.

Die neue Rechte um die AfD fällt oft mit nationalistisch geprägten Begriffen auf. 

In Reden, in Tweets und selbst in offiziellen Parteidokumenten bedienen sich AfD-Politiker mittlerweile eines Vokabulars, das zum Teil in der Tradition der Nationalsozialisten steht, zum Teil aus Wortneuschöpfungen besteht, denen man ihre Menschenfeindlichkeit erst auf den zweiten Blick anmerkt.