Bitte was?!

Machen wir es kurz: Es gibt jetzt eine Haarbürste mit Bluetooth-Anschluss.

"Erleben Sie die weltweit erste intelligente Haarbürste, die es Ihnen ermöglicht, Ihre Haargesundheit im Blick zu haben und diese mit der Zeit zu verbessern", verspricht Withings in der Pressemitteilung. Die Bluetooth-Bürste soll nicht weniger als die "heimischen Schönheitsroutinen revolutionieren".

Es reicht offenbar nicht, dass schon Waagen und Zahnbürsten ans Internet angeschlossen sind, jetzt kommt auch noch der "Hair Coach".

Bitte was? Es ist eine verdammte Bürste!
Die Fakten:
  • Die smarte Bürste wurde von Withings entwickelt, einem Tochterunternehmen von Nokia. Unterstützt wurde die Firma von Kérastase und L'Oréal.
  • Vorgestellt wurde sie am Dienstagabend auf der CES in Las Vegas, einer der größten Messen für Elektroprodukte.
  • Die Bürste ist mit einer App verknüpft, die angeblich die Performance beim Kämmen misst – und so personalisierte Tipps zur Haarpflege geben will.
So sieht das Ding aus:
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Und was soll das?

Immer mehr Haushaltsprodukte werden "smarter" – Kühlschränke, Zahnbürsten, Staubsauger, Kaffeemaschinen, Rauchmelder. Die Geräte sind digital vernetzt und sollen so zum Beispiel helfen, Einkäufe besser zu planen oder den Haushalt besser zu organisieren.

Die "smarte" Bürste heißt dann auch nicht mehr Bürste, sondern wird hochtrabend zum "Hair Coach". Über ein Mikrofon soll sie erkennen, wie das Haar raschelt, ob es bricht, Spliss hat oder zu trocken ist. Sensoren messen außerdem, wie stark man bürstet. Über die App soll es dann Tipps geben, wie oft welche Pflegeprodukte helfen könnten.

Was kostet das?

Ab Herbst soll der "Hair Coach" in den Handel kommen, einen Euro-Preis gibt es noch nicht. Aber auf der CES wurde verkündet, die Bürste werden "weniger als 200 Dollar" kosten (Fortune.com). Hinzu kommen dann die Pflegeprodukte, die empfohlen werden. Fast 200 Dollar für eine Haarbürste!

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Tech

Gesichtserkennung: Wenn Roboter zu Rassisten werden

Eigentlich will Richard Lee, 23, nur einen Reisepass beantragen. Doch als er sein Foto kürzlich bei der Passbehörde in Neuseeland hochlädt, wird er für sein asiatisches Aussehen diskriminiert: Sein Bild wird abgelehnt. Von einer Software. Die automatisch erstellte Antwort lautet: Das Foto erfüllt nicht die Kriterien, weil die Augen geschlossen sind.

Doch da irrt sich der Algorithmus: Richard Lees Augen sind deutlich geöffnet auf dem Passfoto. Sie sind nur schmaler, weil seine Eltern aus Taiwan und Malaysia stammen. Aufgewachsen ist Richard Lee aber in Neuseeland.