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Okay, ficken. Aber schalke04?!

Bei der NSA müssen sie über uns lachen – denn die Deutschen verwenden besonders gerne vulgäre, unsichere und absurde Passwörter. Das zeigt eine Daten-Analyse des Hasso-Plattner-Instituts an der Uni Potsdam. Das Ergebnis ist niederschmetternd. Oder wie es Studienautor Prof. Christoph Meinel sagt: "Wer sein Passwort auf dieser Liste entdeckt, sollte es schnellstmöglich ändern."

Das sind die Top 10

Unter den beliebtesten Passwörter sind zahlreiche Begriffe, die leicht zu erraten sind. Das Passwort "passwort" ist auf Platz zwei der beliebtesten deutschen Passwörter. Andere Begriffe sind überraschend vulgär – oder zeigen, wie fußballverrückt manche Nutzer sind.

ficken, arschloch, schalke04 – Das sind die 10 beliebtesten deutschsprachigen Passwörter
Platz 10: "ficken"
Platz 9: "hallo1"
Platz 8: "schatz"
Platz 7: "arschloch"
Platz 6: "qwertz"
Platz 5: "passwort1"
Platz 4: "schalke04"
Platz 3: "hallo123"
Platz 2: "passwort"
Platz 1: "hallo"
Die Top 10 wurden vom Hasso-Plattner-Institut an der Universität Potsdam ermittelt. Die Wissenschaftler haben dafür 30 Millionen .de-Nutzerkonten ausgewertet.
Zahlenkombinationen wurden nicht berücksichtigt. Die Daten stammen aus 31 Datenlecks und sind nach Angaben der Wissenschaftler frei im Internet verfügbar.
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Was ist ein sicheres Passwort?

"Es gibt keinen 100-prozentigen Schutz vor Identitätsdiebstahl", sagt Professor Christoph Meinel. Er ist der Direktor des Hanno-Plattner-Instituts und Mitautor der Studie. Er rät vor allem, die Passwörter regelmäßig zu wechseln und nicht bei allen Diensten dasselbe zu nennen.

Wer kann, sollte sein Passwort außerdem generieren lassen – beispielsweise von einem Passwort-Manager. Meinel: "Vielen Nutzern ist nicht bewusst, dass Kriminelle mit dem Handel gestohlener Identitäten sehr viel Geld verdienen und welcher Schaden ihnen entstehen kann".

Unternehmen wie Google arbeiten zudem seit einiger Zeit daran, das Passwort in Zukunft ganz abzuschaffen:

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