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Ein iPhone kostet viel Geld – umso ärgerlicher, wenn es dann nach einiger Zeit plötzlich langsamer wird, weil Apple die Leistung drosselt. Genau das ist jahrelang passiert, nun hat Apple angekündigt, dass die Nutzer bald selbst entscheiden können, ob sie Handys mit alten Akkus langsamer machen wollen. Das solle mit dem nächsten iOS-Update möglich sein, sagte Apple-Chef Tim Cook (ABC). 

Derzeit wird erwartet, dass das entsprechende Update im März erscheint.

Warum macht Apple denn überhaupt unsere iPhones langsamer?

Weil sich iPhones offenbar sonst einfach abschalten, jedenfalls wenn der Akku alt ist.

  • Deshalb hat der Konzern die Spitzenleistung bei iPhones mit alter Batterie gedrosselt.
  • Die Spitzen-Strombelastung werde bei Bedarf "geglättet", um eine plötzliche Abschaltung zu verhindern, teilte Apple mit.
  • Dies passiere nur bei Kälte, niedriger Batterieladung oder abgenutzten Batterien.

Hat Apple Kunden zum Kauf eines neuen Handys animieren wollen?

In den vergangenen Wochen war Apple für die Drosselung kritisiert worden, das Unternehmen hatte die Praxis jahrelang geheim gehalten. Der böse Verdacht: Apple könnte die iPhones langsamer machen, um die Kunden zum Kauf eines neuen Modells zu animieren. Apple bestreitet das.

Was droht Apple?

Inzwischen haben mehrere Kunden gegen den Konzern geklagt. Eine Sammelklage von Kunden in den USA fordert 999 Milliarden Dollar Schadenersatz. Auch in Frankreich ermittelt die Justiz gegen Apple. 

Es ist übrigens nicht bekannt, dass Android-Geräte ähnliche Probleme hätten, wenn der Akku etwas älter ist.

Wie hat Apple reagiert?

Als Reaktion auf die Kritik hat Apple neben dem iOS-Update den Austausch von Akkus billiger gemacht. Der kostet nun bis Dezember 2018 nur noch 30 Euro, vorher waren es 90 Euro. Das Angebot gilt allerdings nur, wenn der Akkutausch mit der reduzierten Prozessorleistung in Zusammenhang steht. Am Ende entscheidet als das Unternehmen selbst, ob der Rabatt gewährt wird. (Golem)


Art

Diese Menschen wollen ihre Narben nicht länger verstecken

Ein Fahrradunfall, ein geplatzter Blinddarm. Ein umgeschütteter Wasserkocher, ein beschissenes Jahr, ein zu scharfes Messer.

Leben hinterlässt Spuren. Manche davon bleiben für immer sichtbar auf unserer Haut.

Viele Menschen mögen ihre Narben nicht. Weil sie an schmerzhafte Ereignisse erinnern. Weil die Haut an diesen Stellen anders aussieht, vielleicht weil andere Menschen dorthin starren.

Ein Projekt der englischen Fotografin Sophie Mayanne zeigt, dass das nicht so sein muss. Auf ihren Fotos zeigen Menschen ihre Narben – und erzählen die Geschichten dahinter.

Und obwohl jede Narbe von einer schmerzvollen Erfahrung zeugt, erzählen die Menschen dahinter auch von Stärke, von Schönheit und von Hoffnung.

Wir zeigen einige der Porträts – und lassen die Fotografin erzählen, was die Arbeit daran für sie selbst bedeutet.