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Das FBI braucht die Hilfe von Apple. Ein Richter ordnete diese Hilfe sogar an. Aber Apple will nicht helfen. Firmenchef Tim Cook hat nun ausführlich dargelegt, warum nicht.

Es geht um das iPhone eines der Attentäter von San Bernardino. Die Ermittler könne nicht auf das Gerät zugreifen, weil es gesperrt ist. Apple soll nun helfen und eine Software programmieren, mit der die Polizei an die verschlüsselten Daten herankommt.

Apple hat seinen Kunden allerdings versprochen, keine Hintertür für Ermittler in seine Geräte einzubauen. Nur so könne man sicher sein, dass diese Hintertür nicht irgendwann missbraucht werde – von wem auch immer. Man wehre sich gegen diesen Schritt, der letztlich alle Nutzer in Gefahr bringe, heißt es in dem offenen Brief.

Was das FBI im Detail fordert:

  • Die automatische Löschfunktion soll deaktiviert oder umgangen werden, egal ob sie aktiviert ist oder nicht.
  • Es soll ermöglicht werden, Zahlencodes digital an das Handy zu übertragen, statt sie auf dem Bildschirm eintippen zu müssen.
  • Zwischen den vom FBI versuchsweise eingegebenen Zahlencodes soll es keine Wartezeit geben.

Nach den Enthüllungen von Edward Snowden über massenhafte Überwachung im Internet setzen Konzerne wie Apple und Google auf eine Verschlüsselung von Daten. Sie wollen so das Vertrauen von Nutzern und Firmen zurückgewinnen – die sonst fürchten müssen, dass private Daten nicht privat bleiben.

Weil Richter die Herausgabe privater Daten verlangen können, sofern diese den Unternehmen vorliegen, stellen diese ihre Systeme um: Apple gibt an, selbst überhaupt keinen Zugriff zu haben. Mit der Anordnung soll Apple nun verpflichtet werden, seine Systeme so umzustellen, dass Ermittler trotzdem Zugriff erlangen können.

Die Sicherheitsbehörden drängen schon länger auf Gesetze, die Konzerne zu einer weitergehenden Zusammenarbeit mit Ermittlern verpflichten sollen.

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