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Ein Software-Update soll's richten. Am Donnerstagabend hat Apple eine neue Version von iOS 9.2.1 veröffentlicht. Eigentlich ist die schon eine ganze Weile verfügbar. Doch das nun veröffentlichte Update soll den berüchtigten Fehler 53 beheben, der erscheint, wenn ein iPhone nach einer Reparatur bei einem nicht von Apple zertifizierten Anbieter unbrauchbar wurde.

Die Fehlermeldung beschäftigte Apple und seine Kunden schon seit Monaten. Das Problem: Bei einem iOS-Update oder wenn man das iPhone aus einem Backup wiederherstellt, überprüft die Software anhand nicht näher benannter Spezifikationen, ob der im Gerät vorgefundene Fingerabdrucksensor zum Gerät gehört.

Auf welchem Weg das genau geschieht, ist unklar. Doch stellt iOS "dabei eine Diskrepanz fest, besteht das Gerät den Test nicht und Touch ID sowie Apple Pay werden deaktiviert", teilt Apple mit. So soll verhindert werden, dass ein Gerät mit einem manipulierten Sensor für kriminelle Zwecke genutzt werden kann.

Konkret ging die Sperre aber weit über eine Deaktivierung von Touch ID und Apple Pay hinaus: betroffene iPhones wurden komplett deaktiviert, sie "versteinerten", waren nur noch als Türstopper nutzbar. Versuche, sie wiederherzustellen, bleiben fruchtlos. Apple riet daher dazu, den Support anzurufen. Der könne einen Kostenvoranschlag für eine Reparatur machen.

Mit der neuen iOS-Version soll das nun nicht mehr zwangsweise nötig sein. Stattdessen sollen betroffene Nutzer ihr iPhone jetzt per Softwareupdate selbst wieder betriebsbereit machen können. Dazu sei das Gerät an einen Rechner mit der neuesten iTunes-Version anzuschließen und eine Wiederherstellung durchzuführen.

Auf einer Support-Seite erklärt Apple den Prozess Schritt für Schritt. Derzeit ist nur die britische Version dieser Seite abrufbar, die deutschen und amerikanischen Versionen zeigen noch den Stand von 2015 an. Als sogenanntes Over-the-Air-Update ist die Software nicht abrufbar, sondern kann nur via iTunes installiert werden.

Dieser Beitrag ist zuerst auf SPIEGEL ONLINE erschienen.

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