Bild: dpa/Britta Pedersen
Fast eine Milliarde Geräte sind betroffen

Durch eine neu entdeckte Sicherheitslücke können Hacker sich Zugriff auf Android-Handys verschaffen. Betroffen seien bis zu 900.000 Smartphones oder Tablets weltweit, gab eine israelische Sicherheitsfirma auf der Hacker-Konferenz Defcon bekannt (Chip). Einen Namen haben sie der Sicherheitslücke auch gegeben: "QuadRooter".

Wer ist betroffen?

Die Sicherheitslücke tritt bei Android-Geräten mit einem bestimmten LTE-Chipsatz auf, sie versteckt sich in der Treiber-Software. Betroffen davon sind unter anderem aktuelle Geräte wie BlackBerry Priv, Google Nexus 5X, 6 und 6P, Samsungs Galaxy S7 und S7 Edge, LG G4, G5 und V10 sowie das One Plus One, 2 und 3.

Hacker können eine App so programmieren, dass sie vollen Zugriff auf das System erhält – und damit auch Fotos und persönliche Daten. Außerdem können solche gehackten Geräte ferngesteuert werden.

Wie kann ich mich schützen?
  • Updates installieren. Hersteller werden diese – und viele anderen Sicherheitslücken – mit Updates schließen. Deshalb immer alle Systemupdates aufspielen, auch wenn es nervt.
  • Diese "Einbruchs-Apps" kommen aus unbekannten Quellen. Wer seine Apps nur über den Play Store lädt und dort nur Apps von bekannten Herstellern nutzt, ist schon mal auf der sicheren Seite.
  • Wer sein Android-Handy "gerooted" hat, muss auf die Herkunft der Apps achten: Stammen sie wirklich von vertrauenswürdigen App-Stores und bekannten Entwicklern?
  • Die Firma, die die Sicherheitslücke entdeckt hat – Check Point – bietet zudem eine eigene App an, mit der man einen Sicherheitsscan auf seinem Handy durchführen kann. Hier findest du den "QuadRooter Scanner" im Play Store.
(Bild: Check Point)


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