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Wir haben dir die besten Happen rausgesucht

"Commencement Speeches" – also Reden, die berühmte und erfolgreiche Menschen bei amerikanischen Uni-Abschlussfeiern halten – sind eine feine Sache. Denn diese Vorträge sind per Definition vollgepackt mit all den wichtigen Lektionen, welche diese Künstler, Politiker, Milliardäre und Intellektuellen in ihren Leben gesammelt haben.

Im Internet gibt es von diesen Reden geschätzte 8751 – manche sehr langweilig, manche OK, manche unglaublich gut und klug. Letztere haben wir uns aufmerksam angesehen und auf Schlüsselaussagen untersucht, was diese erfolgreichen Menschen uns allen an Lebensweisheit mitzugeben haben.

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Denn, wie John F. Kennedy 1963 an der American University beteuerte, können wir alle noch wachsen – und zwar so weit, wie wir wollen: "Man can be as big as he wants."

Wie du die Welt siehst, hängt mehr von dir ab als von der Welt

David Foster Wallaces Rede "Das hier ist Wasser" gehört inzwischen wohl zu den berühmtesten Vertretern ihres Genres. Seine hauptsächliche These ist, dass wir selbst wählen können, wie wir eine Situation, einen Menschen, die ganze Welt wahrnehmen wollen.

"Es kommt drauf an, wie du eine Situation sehen willst. (…) Wenn du gelernt hast, richtig zu denken, wirst du erkennen, dass du andere Möglichkeiten hast" als immer nur die eine, egozentrische Perspektive einzunehmen, in die du sonst ganz automatisch hineinrutschst.

Die meisten anderen Redner erklären uns, wie wir unser Leben objektiv verändern – Wallace sagt, dass es zuallererst darauf ankommt, die richtige Perspektive einzunehmen. Und macht es uns gleich vor:

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Sei nicht zynisch, sage Ja!

Was uns der Moderator und Comedian Stephen Colbert mitzugeben hat, schließt an Wallaces Ratschlag an. Auch bei Colbert geht es um die innere Einstellung, für die er eine genaue Vorstellung hat:

"Zynismus is eine selbst auferlegte Blindheit, eine Ablehnung der Welt, weil wir Angst haben, sie könnte uns wehtun oder von uns enttäuscht sein. (…) Zyniker sagen immer Nein (…) So lange Ihr die Kraft dazu habt: Sagt Ja!"

Sei mutig!

Zum "Ja"-Sagen gehört Mut. Und Mut ist auch, was uns viele der Redner wünschen. Ohne Mut, so erklärt uns zum Beispiel Jim Carrey, erreichen wir unsere Ziele nicht nur nicht – wir stecken uns auch die falschen:

"So viele von uns wählen ihren Weg aufgrund von Angst, verkleidet als Pragmatismus. Was wir wirklich wollen, scheint so unerreichbar (…) dass wir uns nicht trauen, das Universum darum zu bitten."

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Tue, wofür dein Herz schlägt – Steve Jobs hat das natürlich auch einmal sehr schön ausgedrückt: "Am wichtigsten ist aber: Habe den Mut, deinem Herzen und deiner Intuition zu folgen."

Sei neugierig!

Dein Mut sollte dich auch dazu befähigen, der Welt aufgeschlossen entgegenzutreten. Sowohl im Job als auch in deinem sonstigen Leben ist nichts so wichtig wie Offenheit und Neugier – gegenüber Menschen, Ideen, anderen Meinungen.

"Wir müssen Angst mit Neugier ersetzen", forderte Steven Spielberg zum Beispiel in Harvard. Neugier führt zu Toleranz und – nicht zu vergessen – zu mehr Wissen, das es dir ermöglicht, fundierte Meinungen zu allen wichtigen Themen zu haben.

Barack Obama erklärte hierzu: "Es ist nicht cool, nicht zu wissen, wovon man spricht." Und wenn du trotz Ahnungslosigkeit auf deine Meinung bestehst, macht das die Sache nicht besser. Das habe dann, so Obama weiter, nichts mit Aufrichtigkeit oder Meinungsfreiheit zu tun. Und schon gar nicht hinterfrage man auf diese Weise politische Korrektheit.

Da bleibt also nur eines: Informiere dich, bevor du dich einmischt!

Arbeite hart!

Neben diesen hochtrabenden, philosophischen Ausflügen haben die berühmten Redner allerdings auch den einen oder anderen handfesten Ratschlag für uns. Elon Musk – Chef bei Tesla und Silicon Valley Legende – erklärt uns ganz trocken:

"Wenn jemand anderes 50 Stunden die Woche arbeitet und du 100, dann schaffst du doppelt so viel." Mehr Arbeit = Mehr Erfolg. So einfach kann es sein! Also:

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Sei flexibel!

Michael Bloomberg hat sich in die Top Ten der reichsten Menschen der Welt hochgearbeitet und war außerdem Bürgermeister von New York. Was er dir rät, wenn du auch erfolgreich sein willst? Sei flexibel.

"Du brauchst keinen großen Plan. Jeder Plan wird sich wahrscheinlich eh 100 mal ändern bevor du 30 bist", erklärte er 2012 an der University of North Carolina. Er fügte hinzu: "Du musst auch kein Experte sein, um etwas auszuprobieren."

Frage nach Hilfe!

Aber wenn du kein Experte bist, kann es nicht schaden, wenn du einen um Hilfe bittest – das zumindest riet Michelle Obama Studenten in Santa Fe: "Ich will, dass ihr die Hand ausstreckt und nach Hilfe fragt. Eure Lehrer erzählen euch das sicher die ganze Zeit, aber versteht bitte, dass es niemand alleine durchs College – oder durchs Leben – schafft. Niemand! Ich jedenfalls nicht."

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Noch besser: Arbeite doch gleich mit Freunden zusammen!

Der Journalist und Moderator (Radiolab) Robert Krulwich hat diesen Gedanken sehr schön weitergeführt. Denn nicht nur kannst du für deine persönlichen Ziele und Probleme nach Hilfe fragen – du kannst auch von Anfang an mit Freunden zusammenarbeiten, anstatt dich bei der Jobsuche der Güte irgendwelcher anonymen Firmen hinzugeben.

"Überlege dir, dich Menschen zuzuwenden, die du schon kennst – Menschen, die deine Freunde sind, oder Freunde von Freunden – und mit ihnen etwas zu kreieren, das für euch Sinn macht." Dieser Weg führt auch nicht automatisch zu Erfolg. Dennoch ist er allemal wert, gegangen zu werden.

Und schließlich: Wenn du trotz allem scheiterst, ist das auch OK.

Sich von absurd erfolgreichen Leuten erzählen zu lassen, dass Scheitern gar nicht schlimm ist, kann frustrierend sein. Das ändert aber leider nichts daran, dass sie meistens Recht haben. Wie zum Beispiel J.K. Rowling, die Harvard Absolventen 2008 diese klugen Worte mit auf den Weg gab:

"Es ist unmöglich zu leben, ohne bei irgendwas zu scheitern, es sei denn du lebst so vorsichtig, dass du genauso gut gar nicht gelebt haben könntest – und in diesem Fall bist du eh schon gescheitert."

In diesem Sinne: Immer weiter versuchen, nie aufgeben, und mit ein bisschen Magie wird schon alles werden.

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Kundeninformationen

Wir zaubern noch einen Tipp aus dem Hut:

Tipp 11 kommt von Dr. Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO von Merck, einem führenden Wissenschafts- und Technologieunternehmen: „Neugier treibt uns an und macht uns stark im Wettbewerb.“

Neugier hat den Menschen weit gebracht. Zum Beispiel in die Umlaufbahn des Jupiters. Und das gerade einmal 59 Jahre, nachdem mit Sputnik das erste Mal ein Satellit die Erde umkreiste. Warum Neugier so wichtig und der Schlüssel zum Erfolg ist, erfährst du auf dieser interaktiven Online-Lernplattform https://curiosity.merck.de – ins Leben gerufen von der Merck Curiosity-Initiative.

curiosity.merck.de


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