Matt Nelson mag seine Hündin. Noch besser findet er es aber, wenn ihm fremde Menschen Fotos von ihren Hunden schicken. Daraus hat der 21-Jährige aus West Virginia ein Konzept gemacht, mit dem er inzwischen Tausende Dollar im Jahr verdient.

Matt ist Betreiber des Twitter-Accounts "WeRateDogs". Über 6,3 Millionen Menschen folgen diesem Account und sehen sich zweimal täglich an, was für ein Hundefoto Matt postet und wie viele Punkte der Abgebildete auf Matts Punkteskala bekommt.

So sieht das dann aus:

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Die Idee kam Matt, weil er selbst viel Zeit im Internet verbrachte. Vor allem Twitter faszinierte ihn: "Ich habe Leute gesehen, die in nur 140 Zeichen außergewöhnliche Dinge schreiben, mich zum Lachen bringen, mich Dinge fühlen lassen." Und er machte noch eine weitere Beobachtung: "Mir wurde klar, dass Hunde im Internet ein sehr heißes Thema sind." Er führte beides zusammen – das Resultat war "WeRateDogs". (Time)

Ins Leben rief er den Account 2015 – bei einem Restaurantbesuch mit Freunden. Die erste Bewertung ging an den Hund eines Freundes:

Am nächsten Morgen hatte der Account 3000 Follower und Matt unzählige Nachrichten von Menschen, die wollten, dass er auch ihren Hund bewertet. Menschen, denen egal ist, dass Matts Bewertungen meistens ziemlich großer Unsinn sind. Die sich darüber freuen, dass er fast jedem Hund mehr als die zehn möglichen Punkte gibt – weil "alle Hunde gute Hunde sind", wie Matt sagt.

In den darauffolgenden Monaten bekam Matt immer mehr Follower und immer mehr Nachrichten. Für ihn, der eigentlich studierte, wurde der Account zum Full-Time-Job – ohne Bezahlung. Er postete ständig neue Fotos, hing nur noch am Smartphone, schlief kaum. "Traurig und pleite", vermeldete er in dieser Zeit auf Twitter:

Matt wurde klar: So konnte es nicht weitergehen. Er suchte sich Hilfe bei einem Social-Media- und Marketing-Experten – mit dem Plan, seinen Account, der inzwischen Hunderttausende Follower hatte, an den Höchstbietenden zu verkaufen.

Doch der Experte riet ihm davon ab – die Marke sei inzwischen zu wertvoll. Stattdessen empfahl er, den Kanal strukturierter zu betreiben. Der Experte begann, die Einsendungen zu ordnen, begrenzte sie auf 20 pro Tag, die er Matt weiterleitete. Von denen wählte der dann zwei Fotos aus, die er zu bestimmten Uhrzeiten postete.

So ist es Matt gelungen, seine Fans bei Laune zu halten. Und in der dazu gewonnenen Zeit mit seiner Internet-Bekanntheit echtes Geld zu verdienen. Inzwischen hat er ein Buch veröffentlicht und ein Smartphone-Spiel mitentwickelt. Das meiste verdient er allerdings mit dem "WeRateDogs"-Onlineshop. Dort gibt es T-Shirts, Kappen, Tassen oder Aufkleber mit Sprüchen wie "I miss my dog". Für das Betreiben des Online-Shops hat er einen weiteren Mitarbeiter eingestellt.

Denn der Shop scheint ordentlich Umsatz zu machen: Nach eigenen Angaben verdient Matt inzwischen jeden Monat einen fünfstelligen Dollarbetrag. Die Uni hat er vor einem Jahr abgebrochen, um sich ganz auf "WeRateDogs" zu konzentrieren. 

An seinem Lebensstil hat er allerdings nicht viel geändert. Seine Geschäfte macht er nach wie vor vom Wohnzimmer seiner Eltern aus. Dabei immer in der Nähe: seine eigene Hündin Zoey. Denn egal, wie viele tolle Hunde er jeden Tag sieht – Zoey bleibt einfach die Beste.


Fühlen

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Im Leben ist es nunmal so: Der Körper verändert sich, ein kleines bisschen, jeden Tag. Mal wiegen wir ein paar Kilo mehr, mal weniger. Mal haben wir eine reine Haut, mal nicht. Das ist normal und eigentlich auch ganz schön. Leider sehen viele Menschen das anders. Oder besser: Sie finden es vollkommen gerechtfertigt, Menschen für ihr Äußeres zu diskriminieren.

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