Es geht um Milliarden

In den USA haben bereits mehrere Bundesstaaten den Anbau und Verkauf von Marihuana legalisiert. Der Markt ist ganz offensichtlich riesig: Im vergangenen Jahr wurde schon mehr Geld mit legalem Marihuana gemacht als mit Pringles, Oreos und Girl Scout Cookies zusammen. 3,4 Milliarden Dollar betrug der Umsatz. (Vox)

Das ist erst der Anfang: Eine Mehrheit der Amerikaner unterstützt die Legalisierung. Weil der Kampf gegen die Droge aussichtslos scheint und Marihuana als vergleichsweise sicher gilt, könnten weitere Bundesstaaten die Droge nicht nur für Kranke erlauben, sondern für alle.

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Was dann passiert, lässt sich gut in Colorado beobachten: Seit Anfang 2014 dürfen die Menschen dort Marihuana anbauen, verkaufen und konsumieren. Im ersten Jahr erhielten 16.000 Menschen eine Lizenz, um gewerblich mit Marihuana zu arbeiten. In Colorado ist die Arbeitslosenquote gesunken, der Tourismus wächst und eine Steuer von 28 Prozent auf Marihuana bringt dem Staat Geld ein. (brandeins)

Der Gründungsboom ist für Frauen eine gute Nachricht. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Branchen ist das Marihuana-Business weniger männerlastig. Eine offizielle Statistik gibt es noch nicht. Aber Gründerinnen berichten von bemerkenswert vielen Frauen in der Branche, vor allem an der Spitze von Unternehmen. Ein Zusammenschluss von Gründerinnen schätzt, dass 20 Prozent der neuen Firmen von Frauen angeführt werden. (Inc.)

Eine der zahlreichen Marihuana-Gründerinnen, Jazmin Hupp, sagte Inc. in einem Interview: "When we started to get into cannabis, we realized the industry was already an equal battlefield from the beginning. We had an enormous number of women already in the industry." Ihre Kollegin Jamie Perino von Euflora sieht das ähnlich: "For women, that is a great thing. We have the opportunity to be drivers of an industry worth billions of dollars."

Euflora verkauft in mehreren Geschäften Marihuana – die so clean eingerichtet sind wie Apple-Stores. Die Pflanzen werden in kleinen Gläsern aufbewahrt, auf einem Tablet daneben lassen sich Informationen über Art und Wirkung abrufen. (Denver Post) Weil das Marihuana-Business so neu und die staatliche Regulierung hoch sei, respektiere man sich gegenseitig, sagt Jamie Perino – egal ob Mann oder Frau.


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