Bild: privat
Das erzählt er in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?"

Als würde er einem Tiger gegenüberstehen – so beschreibt Martin den Moment, als er es zum ersten Mal schaffte, SARS-CoV-2 anzuzüchten, das Coronavirus. Ab diesem Zeitpunkt musste er vorsichtig sein, denn das Virus ist hochgradig ansteckend. Zeitgleich war es aber auch ein absoluter Glücksmoment. Denn seitdem kann Martin das Virus erforschen.

Martin Feuerherd, 31, ist Virologe am Münchner Helmholtz Zentrum.

Wie werde ich Virologe?

Wenn du Virologe oder Virologin werden willst, musst du nach dem Abitur studieren. Ein eigenständiges Fach "Virologie" gibt es an Universitäten allerdings nicht. Daher musst du dich entscheiden, ob du Medizin oder Fächer wie (Mikro-)Biologie, Biochemie oder Biotechnologie oder Bioinformatik studieren möchtest.

Wenn du dich für das Medizinstudium entscheidest, hat dies den Vorteil, dass du während des Studiums den menschlichen Körper genau kennenlernst und damit einschätzen kannst, wie sich Viren auf den Menschen auswirken. Allerdings musst du nach mindestens zwölf Semestern Regelstudienzeit noch eine fünfjährige Facharztausbildung für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie absolvieren. Wesentlich schneller geht es da mit den Biologie-Studiengängen. Um dich hier für die Virologie zu qualifizieren, solltest du mindestens einen Master oder Doktortitel haben, schon während des Studiums deinen Schwerpunkt auf "Virologie" setzen und genügend Praxiserfahrung sammeln.

Das Einstiegsgehalt ist davon abhängig für welchen Studienweg du dich entscheidest. Fachärzte werden nach Tarif bezahlt und erhalten am Anfang 4.631,23 Euro brutto im Monat. Das Einstiegsgehalt von Biologen unterscheidet sich je nach Abschluss und ob sie im öffentlichen Dienst an Instituten oder beispielsweise in einem Pharmaunternehmen angestellt sind. In der freien Wirtschaft liegen die Gehälter deutlich höher als in der Forschung. Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit liegt das mittlere Entgelt von Biologen bei etwa 4.977 Euro brutto im Monat (Bundesagentur für Arbeit).

(studis-online.de, gesundheit-studieren.de)

Martin untersucht das Virus, seit es in Bayern Ende Januar ausgebrochen ist. In unterschiedlichen Experimenten testet er unter anderem Desinfektionsmittel, inwieweit Schutzmasken wiederverwendet werden können und wie sich Medikamente auf das Virus auswirken.

  • Wie geht er mit dem Druck um, der zur Zeit auf Virologinnen und Virologen lastet?
  • Was bedeutet es ihm, an einem völlig neuartigen Virus zu forschen?
  • Und welche Chancen ergeben sich daraus für ihn als jungen Wissenschaftler?

Das erzählt Martin in "Und was machst du so?", dem Job-Podcast von bento:

„Mein Leben war vor drei Monaten noch ganz anders“
Virologe Martin Feuerherd

Worum geht's im Podcast?

Wir wollen heute anders arbeiten als unsere Eltern. Wir wollen nicht blind die Karriereleiter hochklettern, sondern einen Job, der uns erfüllt. Dafür sind wir bereit, uns zu verausgaben. Im Mitarbeitergespräch fragen wir unsere Chefs eher nach einem Sabbatical als einer Gehaltserhöhung.

Carolina Torres und Sarah Klößer sprechen in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?" abwechselnd mit jungen Menschen über ihre Berufe. Was motiviert sie? Was bedeutet Erfolg für sie? Und wie wichtig ist ihnen ihre Work-Life-Balance?

Du kannst unseren Podcast kostenlos hören, wo und wann du willst. Du findest ihn auf bento und auf Plattformen wie Apple Podcasts und iTunesSpotifyDeezerSoundcloud oder Google Podcasts. Wenn du den Podcast abonnierst, verpasst du keine Folge mehr. 

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Fühlen

Melanie hat sich selbstständig gemacht: "Für Blinde ist beruflich viel mehr möglich als Callcenter"
In Folge 5 unserer Videoreihe "Ungehindert" erzählt Melanie Uduc von Jobsuche und Unabhängigkeit.

Melanie Uduc, 24, hat liebevolle Eltern, viele Freunde und einen langjährigen Partner, mit dem sie in einer Dreizimmerwohnung in Berlin-Lichtenberg wohnt. Erst letztes Jahr hat sie sich als IT-Dienstleisterin selbstständig gemacht.