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Das erzählt er in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?"

Wenn Kassian zu einem Kunden oder einer Kundin nach Hause fährt, fängt er direkt an, private Fragen zu stellen. Denn damit er eine Person richtig versichern kann, muss er alles wissen: Wie viel besitzt sie, mit wem lebt sie zusammen, gibt es Vorerkrankungen?

Kassian Jürgens, 24, ist Versicherungskaufmann im Außendienst in Bad Segeberg.

Wie wird man Versicherungskaufmann?

Wer Versicherungskaufmann oder -frau werden möchte, muss eine dreijährige Ausbildung absolvieren. Ein Teil davon findet in der Berufsschule statt, der andere in einem Unternehmen. Bei guten Leistungen lässt sich die Ausbildung auf zweieinhalb oder zwei Jahre verkürzen.

Das Ausbildungsgehalt ist tariflich geregelt und beträgt zwischen 930 Euro im ersten Ausbildungsjahr und etwa 1090 Euro brutto im dritten Ausbildungsjahr. Das Einstiegsgehalt liegt bei etwa 2500 Euro brutto. Wer im Außendienst arbeitet, also Kunden persönlich berät, erhält zusätzlich Prämien und Provisionen pro abgeschlossenem Vertrag. (ausbildung.de)

Kassian liebt an seinem Job, dass er sich immer wieder neu auf Menschen einstellen und ihnen schwierige Sachverhalte einfach erklären muss. Diese Gespräche sind nicht immer leicht. "Der Job im Außendienst hat viel mit Frustrationstoleranz zu tun", sagt Kassian. Denn auch nach einem intensiven Beratungsgespräch entscheiden sich Kunden manchmal dann doch gegen eine Versicherung – und damit verliert Kassian auch die Chance auf eine Provision. 

  • Berät er seine Kunden immer ehrlich?
  • Wie geht es ihm, wenn er seine Kundinnen nicht versichern kann?
  • Und was ist das Ungewöhnlichste, das er mal versichern musste?

Das erzählt Kassian in "Und was machst du so?", dem Job-Podcast von bento:

„Es gibt Versicherungen, die ergeben aus meiner Sicht keinen Sinn“
Versicherungskaufmann Kassian Jürgens

Worum geht's im Podcast?

Wir wollen heute anders arbeiten als unsere Eltern. Wir wollen nicht blind die Karriereleiter hochklettern, sondern einen Job, der uns erfüllt. Dafür sind wir bereit, uns zu verausgaben. Im Mitarbeitergespräch fragen wir unsere Chefs eher nach einem Sabbatical als einer Gehaltserhöhung.

Carolina Torres und Sarah Klößer sprechen in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?" abwechselnd mit jungen Menschen über ihre Berufe. Was motiviert sie? Was bedeutet Erfolg für sie? Und wie wichtig ist ihnen ihre Work-Life-Balance?

Du kannst unseren Podcast kostenlos hören, wo und wann du willst. Du findest ihn auf bento und auf Plattformen wie Apple Podcasts und iTunesSpotifyDeezerSoundcloud oder Google Podcasts. Wenn du den Podcast abonnierst, verpasst du keine Folge mehr. 

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Gerechtigkeit

Umstürze und Verschwörungen: Wie Extremisten die Coronakrise ausnutzen wollen
Islamisten, Links- und Rechtsextreme bespielen ihre Kanäle mit Corona-News – doch wirklich Auftrieb hat nur eine Gruppe.

Die Identitären in Bautzen sind sicher, dass demnächst alles noch viel schlimmer wird. Kurz bevor man durch eine mögliche Corona-Ausgangssperre daran "gehindert" wird, müsse man daher noch mal raus, schreibt die rechtsextreme Gruppe auf Telegram – mutige Graffitis sprayen.

Auf ihrem Kanal teilt sie dann die Bilder der Aktion: "Liebe machen" steht auf einem Graffiti, "Europa verteidigen" auf einem anderen. Die Botschaften spielen mit der rechtsextremen Verschwörung, dass Europa von Muslimen unterwandert werde. Das gehe gerade völlig unter, behaupten die Identitären: "Die vorherrschende Panik über den Coronavirus lenkt uns zunehmend von den großen Problemen ab." 

Propaganda, Verschwörung – und das Hoffen auf den Umsturz

Dem Telegram-Kanal der Bautzner Rechtsextremen folgen nur etwa 300 Nutzerinnen und Nutzer. Doch mit ihrem Blick auf die Coronakrise sind die Identitären nicht allein. Im Netz versuchen gerade Neonazis, Reichsbürger, Esoteriker, Linksextremisten und Islamisten, mit Propaganda oder Verschwörungen aus der aktuellen Notsituation Kapital zu schlagen. Manche träumen gar ein Ende der Republik herbei. Sie hoffen dabei auf gelangweilte Nutzerinnen und Nutzer, die zwischen Homeoffice und Uni-Aus in ihren YouTube- oder Telegram-Kanälen hängenbleiben.