We feel you!

Wer wissen will, was das Wort "bibliophil" in seiner schlimmsten Form bedeutet, muss ins Saarland fahren. An der dortigen Universitätsbibliothek in Saarbrücken hat ein unbekannter Studierender das Buch über "Thomas Mann – ungewisse Lichter des Neuen" nicht nur verschlungen, zerknickt oder beschmiert, sondern gleich auch noch mehrfarbig bemalt, die schönsten Stellen mit Stiften umkreist und den Rand mit Tipp-Ex besudelt. Es sieht aus wie das Werk eines Psychopathen.

Doch für die renitenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unibib ist es offenbar kein Einzelfall. In gleich mehreren Bildern haben sie zusammengefasst, was der oder die Unbekannte mit dem Buch alles getan hat. Darüber stehen fünf sarkastische Faustregeln für den Umgang mit Büchern:

Es ist der hilflos-ironische Tonfall von Bibliotheksangestellten, die nicht mehr weiterwissen

Das Phänomen der durch Lernliebe zerstörten Lehrbücher scheint überregional bekannt zu sein. Hunderte Menschen haben unter dem Beitrag bereits auf den Like-Button gedrückt, in den Kommentaren werden zahlreiche ähnliche Fälle geschildert:

Selbst aus anderen Unibibliotheken kamen entsetzte Zeichen der Hilflosigkeit.

Viele Menschen freuten sich über die empathischen Nachrichten aus Norddeutschland – und fragten, wie Bibliotheken eigentlich Bedeutsames im Alltag austauschen. Die sachlich korrekte Antwort: per Fernleihe. 

Wer nach dieser Lektüre selbst den Drang verspürt, in den kommenden Semesterferien Botschaften an die Nachwelt zu hinterlassen: Es gibt dafür eine einfache, quasi geniale Erfindung:

Für manche wohl eine ganz neue Erkenntnis.

(Bild: Giphy )

Gerechtigkeit

So wurde der AfD-Parteitag mit einer Fake-"Bild" gegen Rechts getrollt
Statt Autowerbung gibt es einen Spendenaufruf für Seenotretter.

Wenn Punker in der Fußgängerzone "Bild" lesen, ist möglicherweise irgendetwas nicht richtig. Das dachte sich vermutlich auch die Polizei im sächsischen Riesa, als sie am Rande des AfD-Europaparteitags gleich mehrere junge Menschen beim Lesen der Boulevardzeitung antraf, die optisch eher linksalternativ aussahen. Doch spätestens beim Blick auf die Titelseite der Zeitung dürfte auch den Beamten klargeworden sein, dass diese "Bild" nicht echt ist. 

Die vermeintliche "Bild"-Zeitung ist eine Fälschung.

Statt Trennungsschmerz von Florian Silbereisen ist die EU-feindliche Politik der AfD Aufmacherthema ("Deutschland RAUS aus der EU?"), statt Autowerbung gibt es einen Spendenaufruf für Seenotretter. Während es in der echten "Bild" von heute um schlechtes Wetter geht ("So gefährlich wird das Wetter!"), thematisiert die Fake-Ausgabe das Sterben von Flüchtlinge im Mittelmeer.