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Forscher wollen menschliche Organe in Schweinen züchten.

Nein, das Schwein ist nicht nur zum Essen da – sondern auch eines der beliebtesten Versuchstiere moderner Forschung. Jetzt arbeiten Wissenschaftler der Universität von Kalifornien an einer Methode, menschliche Organe in Schweinen zu züchten (BBC). Gelingt der Versuch, wäre das ein Durchbruch für die Medizin. Der Mangel an gesunden Organen für Transplantationen könnte so durch die "Zucht" der Organen behoben werden.

Das ist wichtig, denn immer noch gibt es zu wenig Organspenden. In Deutschland sterben statistisch gesehen pro Tag drei Menschen, weil sie nicht rechtzeitig ein Organ erhalten haben (stern.de).

Nun also Schweine als Leihmütter für Organe? Die Forscher haben zunächst menschliche Stammzellen in Schweine Embryonen eingepflanzt. Daraus entsteht dann eine sogenannte Chimäre. Chimäre kommt aus dem Griechischen und bedeutet Mischwesen. In der Fantasie sah das so aus:

Aber wie sieht dann das Menschen-Schwein aus?

Laut der Forscher wie ein ganz normales Schwein: Nur ein Organ des Tieres wird aus menschlichen Zellen bestehen.

So weit ist die Forschung aber noch nicht. Aktuell wurden einer Sau die Chimären-Embryos eingepflanzt, in 28 Tagen wird die Schwangerschaft wieder abgebrochen. Die toten Embryonen werden dann im Labor untersucht, um überhaupt zu erforschen, welche Erfolgsaussichten bestehen, auf diese Weise menschliche Organe zu züchten. Die ganze Technologie befindet sich also noch im Versuchsstadium.

Wieso ausgerechnet Schweine?

Schweine sind in Größe und Erbgut dem Menschen recht ähnlich, weshalb die Tiere sowieso schon oft als Versuchstiere für verschiedene Krankheiten herangezogen werden. Für manche Herztransplantationen wird sogar schon Schweinegewebe genutzt, um biologische Herzklappen zu konstruieren. Nur ein komplettes im Schwein gewachsenes Organ gibt es nicht.

Aber ist das nicht irgendwie unethisch?

Forscher allein werden diese Frage nicht beantworten – die Grenzen, die der Medizin gesetzt werden sollen, müssten von der Gesellschaft verhandelt werden. Wie stark darf der Menschen in die Natur eingreifen und die verändern? Was macht ein eigenständiges Lebewesen aus?

Ud es gibt auch religiöse Fragen: Für Juden und Muslime gelten Schweine als unreine Tiere. Wenn sie unter Lebensnot durch ein "Schweineorgan" gerettet werden, widerspricht das ihrem Glauben.

Die Forscher sorgen sich laut BBC bislang, dass die eingepflanzten menschlichen Stammzellen "übergriffig" werden könnten. Also, dass sie im Schweineembryo nicht nur das eine Organ übernehmen, sondern auch noch das Gehirn oder andere Gewebe. Dann käme wohl tatsächlich eine nicht lebensfähige Chimäre heraus. Oder gleich Frankensteins Monster.


Haha

Filmposter sehen doch alle gleich aus

Es gibt ja Kinokenner, die meinen, es kommen nur noch Fortsetzungen, Reboots oder Remakes auf die Leinwand: Die "Ghostbusters" kommen wieder, genauso, bloß anders. "Findet Nemo" sucht jetzt Dorie. Und selbst "Die Schöne und das Biest" bekommt ein Make-over.

Egal, ob und wie gleich sich die Filme und ihre Fortsetzungen sind: Ihre Plakate sind meist ein ideenloser Einheitsbrei. Damit der Zuschauer weiß, was er erwarten darf, sehen viele Plakate irgendwie gleich aus. Eine Romanze mit einem selbstbewussten Pärchen? Sie lehnen Rücken an Rücken. Und eine Comic-Verfilmung mit einem starken aber doch zweifelnden Helden? Der Held steht auf einem Dachvorsprung und blickt in die Tiefe.