Das erzählt sie in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?"

Angefangen hat alles mit Käfern und Regenwürmern im Garten, später kamen Kaninchen dazu. Heute kümmert sie sich um Walrosse und Elefanten. 

Nele, 26, arbeietet als Tierpflegerin im Tierpark Hagenbeck in Hamburg.

Als sogenannte Springerin kümmert sie sich um alle Tiere, in allen Gehegen: Sie füttert die Löwen und Tiger, putzt das Gehege der Kamele und Bären, beschäftigt Nasenbären und trainiert Krokodile. 

Wie wird man Tierpflegerin?

Den Beruf der Tierpflegerin oder des Tierpflegers kann man in einer dreijährigen Ausbildung erlernen. Diese ist dual aufgebaut: Ein Teil der Ausbildung findet in der Berufsschule statt. Den anderen Teil lernt man in einem Ausbildungsunternehmen. In welchem Unternehmen man sich ausbilden lässt, hängt davon ab, welchen der drei Schwerpunkte man wählt: "Zoo", "Tierheim und Tierpension" oder "Forschung und Klinik". 

Für viele Einrichtungen – vor allem für die Zoos und Tierparks – sind vorangegangene Praktika Pflicht. Denn viele Bewerberinnen und Bewerber unterschätzen, wie anstrengend der Beruf ist oder verkennen, dass man dabei nicht nur Tiere streichelt. Vergütet wird die Ausbildung mit durchschnittlich etwas über 700 Euro im ersten Lehrjahr, bis knapp unter 1000 Euro im dritten Lehrjahr. (Ausbildung.de)

  • Was denkt sie über kleine Gehege?
  • Wie hält sie es aus, Hühner und Kaninchen erst zu töten und dann an Raubtiere zu verfüttern?
  • Und was macht die körperlich schwere Arbeit mit ihr? 

Das erzählt Nele in "Und was machst du so?", dem Job-Podcast von bento.

Man sollte als Tierpflegerin in der Lage sein, jedes Tier auf dieser Welt pflegen zu können.
Tierpflegerin Nele Baumann

Worum gehts im Podcast?

Diese jungen Leute wollen heute anders arbeiten als ihre Eltern: Wir fragen im Vorstellungsgespräch nicht mehr nach dem Dienstwagen, sondern nach der 4-Tage-Woche. Wir sind bereit, uns zu verausgaben – sofern der Job uns erfüllt

Nadin Rabaa und Carolina Torres reden in unserem Job-Podcast abwechselnd mit jungen Menschen über ihre Arbeit: Was treibt sie an? Was bedeutet Karriere und Work-Life-Balance für sie?  

Du kannst unseren Podcast kostenlos hören, wo und wann du willst. Du findest ihn auf bento und auf Plattformen wie Apple Podcasts und iTunesSpotifyDeezerSoundcloud oder Google Podcasts. Wenn du den Podcast abonnierst, verpasst du keine Folge mehr. 

Für alle weiteren Podcatcher und Podcast-Apps findest du hier den RSS-Feed des Podcasts.

Du hast FragenLob? Oder Kritik? Vielleicht möchtest du auch selbst mit uns über deinen Beruf sprechen? Dann maile uns an undwasmachstduso@bento.de. Oder schreib uns gerne eine Podcast-Review auf iTunes! 


Gerechtigkeit

Plötzlich unterstützt Horst Seehofer Seenotrettung im Mittelmeer – warum das heuchlerisch ist
Im vergangenen Sommer wollte er Retter noch "zur Rechenschaft" ziehen.

Am Sonntagabend durfte das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" mit 65 Geflüchteten an Bord in Malta anlegen. Bundesinnenminister Horst Seehofer begrüßte es ausdrücklich, dass Malta die Menschen ins Land ließ – und bot von sich aus die Aufnahme von Geretteten an. Für die Zukunft forderte er für solche Fälle einen "tragfähigen und funktionierenden Mechanismus", an dem die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten "mit Hochdruck" arbeiten müssten. (Süddeutsche)

Kurz zuvor hatte Seehofer einen Streit mit Italiens Innenminister Matteo Salvini angefangen. Seehofer hatte seinen italienischen Amtskollegen aufgefordert, Häfen für Seenotretter zu öffnen. Das sind sehr ungewohnte Töne für den Bundesinnenminister, der Salvini bislang vor allem als Partner in der Migrationspolitik gesehen hatte.

Wenn sich Horst Seehofer jetzt für die Seenotrettung stark machen will, ist das ein gutes Zeichen. Doch nach seinem Verhalten in der Vergangenheit ist es vor allem auch eines: heuchlerisch.

Erinnern wir uns an den Sommer 2018: Das Rettungsschiff "Lifeline" mit 230 Geflüchteten an Bord kreuzte tagelang auf dem Mittelmeer umher. Italien verweigerte dem Schiff die Einfahrt in einen Hafen, Spanien machte dicht und auch Malta stellte sich zunächst quer. Mehrere Bundesländer zeigten sich bereit, die Flüchtlinge aufzunehmen, dafür musste aber erst einmal Seehofer zustimmen. Doch das tat er nicht.

Stattdessen stellte Seehofer Bedingungen für eine Aufnahme der Geflüchteten: Die "Lifeline" müsse in Malta festgesetzt werden und die Besatzung "zur Rechenschaft" gezogen werden, forderte er. Genau das geschah schließlich auch – und dennoch sah Seehofer letztlich keinen Anlass, Geflüchtete aufzunehmen. (bento)

Kurz danach traf sich Seehofer mit Salvini und seinem österreichischen Amtskollegen Herbert Kickl von der FPÖ – ein Spitzentreffen der Rechtspopulisten sozusagen. Damals herrschte noch Einigkeit zwischen Seehofer und Salvini. Ihr Ziel: Wer kein Recht auf Schutz habe, solle in Zukunft gar nicht erst europäischen Boden betreten dürfen (tagesschau.de). In einem Interview behauptete Seehofer zudem, er habe Informationen aus Italien, wonach sich "Hunderttausende Flüchtlinge" in Bewegung setzen würden (rnz.de). Doch dazu kam es nie – tatsächlich nahm die Zahl der Menschen, die den gefährlichen Weg über das Mittelmeer wagten, immer weiter ab.