Bild: Privat
Das erzählt sie in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?"

Achtung: In dieser Podcastfolge wird über Tod und Suizid gesprochen. Wenn dir diese Themen zu nahe gehen, dann hör dir diese Folge lieber nicht an.

Frankas Beruf findet an Orten statt, wo Menschen sterben: Sie haben Unfälle, werden dort ermordet oder begehen Suizid. Oft, wenn die Menschen an ihrem Lebensende einsam waren, lagen die Leichen dort bis zu mehreren Wochen. Frankas Job ist es, diese Orte sauber zu machen.

Franka, 33, ist Tatortreinigerin in Berlin.

Wie wird man Tatortreinigerin?

Tatorte darf man nach einer Ausbildung zum Desinfektor bzw. zur Desinfektorin reinigen. Diese Ausbildung dauert je nach Bundesland von ein paar Tagen bis zu wenigen Wochen. (Azubi.de)

Häufig lassen sich Gebäudereiniger zu Tatortreinigern weiterbilden. Die Ausbildung zur Gebäudereinigerin dauert drei Jahre. Dabei lernt man zum einen die chemische Zusammensetzung von Reinigungmitteln zum anderen erfährt man auch, mit welchen Materialien bestimmte Oberflächen am besten zu reinigen sind. Auch die Bedienung von großen Reinigungsmaschinen, sowie Sicherheits- und Schutzregeln, etwa bei der Reinigung der Glasfassaden eines Hochhauses, sind Teil der Ausbildung. Je nach Lehrjahr verdient man zwischen 500 und 900 Euro. (Ausbildung.de)

Die Tatortreinigung wird heutzutage häufig noch dem Bereich der Gebäudereinigung zugeordnet. Franka hingegen findet, sie gehört in den medizinischen Bereich. Denn: Noch wichtiger als die Reinigung der Leichenfundorte findet sie die Betreuung der Angehörigen, die ihr dort immer wieder begegnen.

​​Du bist in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchst Hilfe?​

Sprich mit anderen Menschen darüber. Hier findest du – auch anonyme – Hilfsangebote in vermeintlich ausweglosen Lebenslagen. Per Telefon, Chat, E-Mail oder im persönlichen Gespräch.

  • Wie geht sie mit den Hinterbliebenen um, die manchmal sogar Zeugen eines Verbrechens geworden sind?
  • Wo sterben die Menschen am häufigsten?
  • Und wie verarbeitet sie all das, was sie bei den Tatorten sieht und erfährt?

Das erzählt Franka in "Und was machst du so?", dem Job-Podcast von bento:

„Der Bestatter vergisst oft Zehen oder Finger. Da pfeifen wir die Leute auch zurück. Ein Mensch hat das Recht darauf, komplett bestattet zu werden.“
Franka Mantei, Tatortreinigerin

Worum geht's im Podcast?

Wir wollen heute anders arbeiten als unsere Eltern. Wir wollen nicht blind die Karriereleiter hochklettern, sondern einen Job, der uns erfüllt. Dafür sind wir bereit, uns zu verausgaben. Im Mitarbeitergespräch fragen wir unsere Chefs eher nach einem Sabbatical als einer Gehaltserhöhung.

Carolina Torres und Sarah Klößer sprechen in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?" abwechselnd mit jungen Menschen über ihre Berufe. Was motiviert sie? Was bedeutet Erfolg für sie? Und wie wichtig ist ihnen ihre Work-Life-Balance?

Du kannst unseren Podcast kostenlos hören, wo und wann du willst. Du findest ihn auf bento und auf Plattformen wie Apple Podcasts und iTunes, Spotify, Deezer, Soundcloud oder Google Podcasts. Wenn du den Podcast abonnierst, verpasst du keine Folge mehr.

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Du hast Fragen? Lob? Oder Kritik? Vielleicht möchtest du auch selbst mit uns über deinen Beruf sprechen? Dann maile uns an undwasmachstduso@bento.de. Oder schreib uns gerne eine Podcast-Review auf iTunes!


Fühlen

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