Bild: privat
Das erzählt sie in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?"

Als die Faust traf Hannah mitten im Gesicht sie sah nur noch Sterne. Ein Kollege hatte voll ausgeholt und Hannah voll erwischt. Aus beruflichen Gründen, es handelt sich um einen Arbeitsunfall.

Denn Hannah Spreitzenbarth, 30, ist Stuntfrau.

Wie wird man Stuntfrau?

Für Stuntleute gibt es in Deutschland keine anerkannte staatliche Ausbildung. Es gibt jedoch Stuntschulen, in denen man die Grundlagen wie Akrobatik, Fallübungen oder Sichern lernen kann. Die Stuntschulen haben unterschiedliche Aufnahmebedingungen und können zwischen 1500 und 2000 Euro pro Jahr kosten.

Um Stuntman oder Stuntwoman zu werden, braucht man mindestens eine abgeschlossene Ausbildung. Von Vorteil sind hier vor allem handwerkliche oder technische Berufe, wie KFZ-Mechaniker oder Elektriker. Einige Stuntleute machen auch ihr Hobby zum Beruf und professionellen  Freizeitaktivitäten wie Kampf-, Motorsport oder Extremsportarten wie Fallschirmspringen. Ansonsten gilt das Learning-by-doing-Prinzip: An Stunts tastet man sich nach und nach langsam heran, bis alle Bewegungen verinnerlicht sind.

Stuntleute arbeiten in der Regel selbstständig und verhandeln ihre Gagen immer wieder neu. Die wiederum ist davon abhängig, wie viele Drehtage vereinbart wurden und wie gefährlich ein Stunt ist. Für gewöhnlich zahlen Produktionen eine Tagesgage zwischen 650 und 1000 Euro brutto. 

(Berufsverband deutscher Stuntleute)

Hannah brach sich gleich bei ihrem ersten Stunt die Nase, wie sich später im Krankenhaus herausstellte. Sie hatte den Abstand unterschätzt. Ein Fehler, der ihr danach nie wieder passierte. 

Inzwischen hat Hannah bereits Kristen Stewart in "Drei Engel für Charlie" und Lisbeth Salander in Stieg Larssons "Verschwörung" gedoubelt. 

  • Wie findet sie es, im Schatten der Stars ihr Leben zu riskieren?
  • Woher nimmt sie den Mut für gefährliche Stunts?
  • Und warum gibt es so wenig Stuntfrauen im Business?

Das erzählt Hannah in "Und was machst du so?", dem Job-Podcast von bento:

„Ich finde, dass auch die Stunts einen Oscar verdient haben“
Hannah Spreitzenbarth, Stuntfrau

Worum geht's im Podcast?

Wir wollen heute anders arbeiten als unsere Eltern. Wir wollen nicht blind die Karriereleiter hochklettern, sondern einen Job, der uns erfüllt. Dafür sind wir bereit, uns zu verausgaben. Im Mitarbeitergespräch fragen wir unsere Chefs eher nach einem Sabbatical als einer Gehaltserhöhung.

Carolina Torres und Sarah Klößer sprechen in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?" abwechselnd mit jungen Menschen über ihre Berufe. Was motiviert sie? Was bedeutet Erfolg für sie? Und wie wichtig ist ihnen ihre Work-Life-Balance?

Du kannst unseren Podcast kostenlos hören, wo und wann du willst. Du findest ihn auf bento und auf Plattformen wie Apple Podcasts und iTunesSpotifyDeezerSoundcloud oder Google Podcasts. Wenn du den Podcast abonnierst, verpasst du keine Folge mehr. 

Für alle weiteren Podcatcher und Podcast-Apps findest du hier den RSS-Feed des Podcasts.

Du hast Fragen? Lob? Oder Kritik? Vielleicht möchtest du auch selbst mit uns über deinen Beruf sprechen? Dann maile uns an undwasmachstduso@bento.de. Oder schreib uns gerne eine Podcast-Review auf iTunes!


Gerechtigkeit

Dieser Ort würde fünf Geflüchtete mehr aufnehmen – ist das die Lösung im Kleinen?
Ein Gespräch mit der Bürgermeisterin von Mehrstetten über "Sichere Häfen"

Schutzsuchenden wird die Hilfe verweigert, Helferinnen und Helfer werden angegriffen, ein Geflüchtetenzentrum brennt: Diese Szenen ereigneten sich in den letzten Tagen auf der griechischen Insel Lesbos. Seit der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Grenze nach Griechenland geöffnet – und damit praktisch den EU-Türkei-Deal ausgesetzt –, hat machen sich wieder Tausende Flüchtende auf den Weg nach Europa. 

Erdogan benutzt die Schutzsuchenden als Druckmittel, um von der EU Unterstützung bei den Kämpfen im Nordwesten Syriens zu erhalten. (DER SPIEGEL)

Griechenland hat das Recht auf Asyl für einen Monat ausgesetzt, seit mehr als einer Woche nimmt das Land keine Asylanträge mehr an. Die EU lässt die Ankunftsstaaten mit den Flüchtenden alleine, viele Migliedstaaten, wie etwa Ungarn und Polen, weigern sich immer noch, Menschen aufzunehmen. 

Was macht Deutschland? 

Am Wochenende einigte sich die schwarz-rote Koalition nun darauf, 1000 bis 1500 besonders schutzbedürftige Kinder im Rahmen einer "Koalition der Willigen" aus den überfüllten Lagern zu holen. (DER SPIEGEL)

Tatsächlich gibt es in Deutschland schon Städte und Gemeinden, die sich bereit erklären, Menschen aus den Lagern aufzunehmen – zusätzlich zu denen, die ihnen aufgrund einer Verteilungsquote schon zugewiesen wurden. Dazu gehören sowohl einzelne Bundesländer, darunter etwa Niedersachen, Hamburg und Thüringen, als auch mindestens 61 Städte und Kommunen, die als Teil des Bündnisses "Sichere Häfen", einer Initiative der zivilgesellschaftlichen Bewegung "Seebrücke", Menschen in Seenot helfen wollen. (Sueddeutsche.de/DER SPIEGEL) 

Bisher fehlt allerdings die Zustimmung des Bundes, um das Vorhaben der "Sicheren Häfen" umzusetzen. Das Innenministerium müsste die notwendigen Weichen stellen. Doch das Ministerium unter Horst Seehofer (CSU) strebt eine Lösung auf europäischer Ebene an – eine Lösung im Großen, statt im Kleinen.