Konzentriere dich auf das, was wirklich zählt.

Bewerbungsgespräche machen keinen Spaß. Du bist so nervös wie beim ersten Date, darfst dir davor aber weder Mut antrinken noch einen Freund als Puffer mitbringen. Der Druck, der auf dir lastet, ist manchmal riesig. Und wenn du Leute fragst, auf was du beim Job Interview besonders achten sollst, bekommst du nicht einen, sondern hundert Tipps:

  • Sei freundlich. Aber grinse nicht die ganze Zeit!
  • Mach die Körperhaltung deines Gegenübers nach, wegen den „Spiegelneuronen“!
  • Sei positiv, aber gebe auch echte Schwächen zu, wenn man dich danach fragt!
  • Sei selbstsicher. Aber nicht arrogant!
  • Überlege dir schon vorher die Antworten auf die häufigsten Fragen.
  • Und vor allen Dingen: Sei du selbst! (Nur eben ganz anders.)
(Bild: Giphy )

Diese Ratschläge sind gut gemeint und richtig. Nur ist es halt so: Wenn du eh schon nervös bist, werden diese vielen Regeln dich eher noch weiter verunsichern. Aus Angst, bloß nichts falsch zu machen, sitzt du dann so steif wie ein Roboter beim Gespräch. Und am Ende kriegst du zwar eine Eins für deinen Eifer – den Job bekommt aber jemand anderes.

Es gibt jedoch einen Ausweg: Statt die Antworten auf alle möglichen Fragen einzustudieren, kannst du dir einfach einige Schlüsselpunkte merken, nach denen du alles ausrichtest, was du im Gespräch sagen wirst. Und statt tausend Dos und Don'ts zu beachten, bringst du dich direkt vor dem Gespräch in eine Stimmung, in der du dich automatisch richtig verhältst. Wie das geht, erfährst du in den folgenden sechs Punkten.

1. Wisse, wer du bist

"Erzählen Sie doch mal von sich," ist einer der ersten Sätze fast jeden Bewerbungsgesprächs. Die meisten Leute erzählen dann ihren Lebenslauf Punkt für Punkt nach. Das ist nicht nur unglaublich langweilig, es hat auch den zusätzlichen Nachteil, dass du dir für jede Station deines Lebens eigene Dinge merken musst, die dir gefallen haben, die du gelernt hast, und so weiter.

Besser, du formst dein Leben im Vorhinein in eine einzige, zusammenhängende Geschichte, mit einem einzigen, starken Thema: "Mein ganzes Leben wollte ich immer nur Menschen helfen / die Grenzen meiner Kreativität ausloten / für Gerechtigkeit sorgen." Wenn du dann von dir erzählen sollst, ist dieses Thema der rote Faden, der dich von der Schule bis zu diesem Jobinterview führt. So musst du weniger im Kopf behalten und beweist gleichzeitig, wie zielorientiert und reflektiert du bist.

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2. Wisse, was gefragt ist

Viele Menschen lernen die Antworten auf alle gängigen Fragen vorher auswendig. Leider merkt der Personaler das meistens. Außerdem füllst du deinen Kopf auf diese Weise mit ganz viel unnötigem Kram.

Eigentlich ist es doch so: Alles, was du im Interview sagst, sollte zeigen, wie gut du für den Job geeignet bist. Lerne also die fünf wichtigsten Anforderungen aus dem Stellenangebot auswendig. Zum Beispiel: Führungsqualitäten, Teamgeist, Kreativität, Fremdsprachen, zeitliche Flexibilität.

Und dann achte beim Gespräch lediglich darauf, dass sich alles, was du von dir erzählst, auf einen dieser Punkte beziehen lässt.

3. Wisse, mit wem du es zu tun hast

Dass du einiges über die Firma wissen musst, bei der du dich bewirbst, lässt sich leider nicht vermeiden. Oft sind die bloßen Fakten über Börsengänge und aktuelle Projekte allerdings weniger wichtig als die Art und Weise, wie das Unternehmen sich sieht. Der Personaler sucht jemanden fürs Team und keinen Firmen-Historiker.

Versuche also, ein Gefühl für die Firma zu bekommen. Was ist auf der Homepage: Mitarbeiterfotos oder Börsenkurse? Zu welchen Themen sprechen die Geschäftsführer in Zeitschriften-Interviews? Vereine die drei wichtigsten Charaktermerkmale der Firma in einem Namen, den du dir merken kannst – zum Beispiel „Digitale Öko-Familie“.

Beim Interview richtest du deine Antworten dann genauso auf diese Aspekte aus, wie du es schon bei den Anforderungen aus dem Stellenangebot gemacht hast.

Wenn du verinnerlicht hast, wer du bist, was die Firma will und was die Firma ausmacht, hast du den Job schon mal am Haken.

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Leider zählt der äußerliche Eindruck, den du auf dein Gegenüber machst, mindestens so viel wie das, was du sagst. Musst du also immer noch daran denken, nicht zu viel zu lächeln, aufrecht zu sitzen und Gesten zu spiegeln? Nein. Auch hier gibt es Möglichkeiten, diese Dinge zu vereinfachen, indem du dein Unterbewusstsein für deine Zwecke einspannst.

4. Lass dich von deinen Kleidern formen

Das Netz ist voll mit guten Tipps, wie du dich für ein Vorstellungsgespräch anziehen solltest. Zusammengefasst lässt sich sagen: Finde heraus, wie die Menschen in der Firma sich kleiden, und ziehe dich 5% feiner an. Verzichte dabei auf übermäßig Haut, Schmuck und Parfum.

Aber dein Outfit ist nicht nur dazu da, dich professionell aussehen zu lassen – es beeinflusst auch, wie du dich gibst. Mit Krawatte sitzt du aufrechter, im formellen Kleid fühlst du dich gleich selbstbewusster. Ziehe darum, ganz egal, wo du dich bewirbst, auf jeden Fall mindestens ein feines, möglichst teures Kleidungsstück an, und sei es nur die Unterwäsche. Du wirst dich automatisch anders bewegen und selbstbewusster auftreten.

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5. Folge dem Beat

Musik kann genauso viel Macht über dein Auftreten haben wie die Kleidung. Jeder kennt das: Aggressive Musik kann aggressiv machen, ruhige Musik kann beruhigen, Hip Hop verleiht deinem Gang vielleicht einen gewissen Swagger. Diesen Effekt kannst du dir vor Bewerbungsgesprächen zunutze machen, indem du dich vor dem Gespräch durch Musik in eine Stimmung bringst, in der du dich ganz automatisch vorteilhaft bewegst und benimmst.

Klassische Klavierkonzerte zum Beispiel beruhigen die Nerven und verwandeln dich ein bisschen in jemanden, der gern klassische Klavierkonzerte hört. So jemand drückt sich gewählter aus, ist kultivierter, sitzt immer aufrecht und muss sich ganz sicher nicht daran erinnern, höflich zu sein – das liegt ihm im Blut.

Natürlich funktioniert für jeden andere Musik. Probier einfach ein bisschen rum und höre auf deinem Weg zum Bewerbungsgespräch eine Playlist, die dein bestes Ich hervorruft.

6. Was noch?

Wenn du diese fünf Punkte befolgst, kannst du mit viel freierem Kopf zum Termin erscheinen. Jetzt musst du nur noch auf ganz wenige Kleinigkeiten achten, um die perfekten Voraussetzungen für eine Zusage zu schaffen.

Dazu gehört, dass du die Anfahrt im Vorhinein planst, damit du unter allen Umständen pünktlich kommst. Nimm dir was zu Schreiben mit und notiere dir in Stichworten eine kluge Frage, die du am Ende des Gesprächs stellen kannst. Frag aber nicht gleich als erstes nach Urlaubstagen oder dem Gehalt. Du willst schließlich nicht so wirken, als ginge es dir bei dem Job nur ums Geld.

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Wenn du das Interview gut hinter dich gebracht hast, schreibst du am nächsten Tag eine kurze Email, in der du dich für das gute Gespräch bedankst. Und dann kannst du in aller Ruhe warten, dass dein Telefon klingelt. Du hast die besten Chancen der Welt.

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