Bild: bento
Das erzählt er in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?"

Jeder Mensch will ein gutes Leben führen. Davon ist Philipp von Dewitz überzeugt. Das gelte für alle: Für das depressive Kind, das das Zimmer nicht mehr verlässt und die Schule schwänzt, den Jugendlichen, der Drogen nimmt, und die Eltern, die ihre Kinder vernachlässigen. Philipp begleitet diese Menschen. Sein Job ist es, herauszufinden, was diese Menschen brauchen, um im Alltag zurechtzukommen.

Philipp, 29, ist Sozialarbeiter bei dem freien Träger "Auf Kurs – Jugendhilfe" in Hamburg.

Wie wird man Sozialarbeiter?

Um Sozialarbeiterin oder Sozialarbeiter zu werden, muss man "Soziale Arbeit" studieren. Das Bachelorstudium wird vor allem an Fachhochschulen angeboten, dauert zwischen sechs und acht Semestern und umfasst viele unterschiedliche Themengebiete wie Recht, Psychologie, Pädagogik und Soziologie. Die Einsatzmöglichkeiten sind nach dem Abschluss recht vielseitig. So kann man zum Beispiel beim Jugendamt, in Gefängnissen, in der Wohnungslosenhilfe oder Suchtberatung arbeiten. (karrieresprung.de)

Sozialarbeiter sind häufig beim Bund oder einer Kommune angestellt. Daher richtet sich das Gehalt nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes. Durchschnittlich verdient eine Sozialarbeiterin zwischen 1.800 und 2.500 Euro brutto im Monat. In der freien Wirtschaft ist der Lohn oft höher. (sozialarbeiter.eu)

Philipp betreut einzelne Kinder und Jugendliche. Er geht mit ihnen Pommes essen, in Jugendzentren oder auf dem Bolzplatz kicken. Eine Beziehung aufzubauen ist essentiell für das gegenseitige Vertrauen. So erfährt er, was seine Klientinnen und Klienten bewegt und kann sie in ihrer Entwicklung fördern. Philipp geht aber auch in Familien, in denen das Kindeswohl gefährdet ist. Oft seien Eltern mit der Erziehung überfordert, sperrten ihre schreienden Kinder ein oder ließen sie gar verwahrlosen. Ändert sich nichts, muss er einschätzen, ob das Kind eventuell den Eltern entzogen werden muss. 

  • Wie sagt er als Mann einer Mutter, dass sie ihr Kind nicht richtig erzieht?
  • Wie schafft er es, sich von den Problemen und Erlebnissen der Familien und Kinder abzugrenzen?
  • Und wie geht er mit der geringen Bezahlung um?

Das erzählt Philipp in "Und was machst du so?", dem Job-Podcast von bento: 

„Mir geht es genau darum, das zu finden, was Menschen selber wollen und was sie antreibt. Mir geht es überhaupt nicht darum, Menschen zu sagen, wie sie ihr Leben zu leben haben.“
Sozialarbeiter Philipp von Dewitz

Worum geht's im Podcast?

Wir wollen heute anders arbeiten als unsere Eltern. Wir wollen nicht blind die Karriereleiter hochklettern, sondern einen Job, der uns erfüllt. Dafür sind wir bereit, uns zu verausgaben. Im Mitarbeitergespräch fragen wir unsere Chefs eher nach einem Sabbatical als einer Gehaltserhöhung.

Carolina Torres und Sarah Klößer sprechen in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?" abwechselnd mit jungen Menschen über ihre Berufe. Was motiviert sie? Was bedeutet Erfolg für sie? Und wie wichtig ist ihnen ihre Work-Life-Balance?

Du kannst unseren Podcast kostenlos hören, wo und wann du willst. Du findest ihn auf bento und auf Plattformen wie Apple Podcasts und iTunesSpotifyDeezerSoundcloud oder Google Podcasts. Wenn du den Podcast abonnierst, verpasst du keine Folge mehr. 

Für alle weiteren Podcatcher und Podcast-Apps findest du hier den RSS-Feed des Podcasts.

Du hast Fragen? Lob? Oder Kritik? Vielleicht möchtest du auch selbst mit uns über deinen Beruf sprechen? Dann maile uns an undwasmachstduso@bento.de. Oder schreib uns gerne eine Podcast-Review auf iTunes! 


Tech

Memojis sind genau die Zeichen, die unsere Welt gerade verdient hat
Warum die Emoji-Alternative so gut in unsere Zeit passt.

Gelbwesten, Blindenhunde und Männer mit blonden Locken – die früher kleine, bunte Welt der Emojis ist längst zu einem Universum geworden, das mit jedem Update weiter wächst. Es gibt fast nichts, das sich mit den Bildern nicht ausdrücken lässt.

Doch die Hegemonie der Emojis wird derzeit herausgefordert – Memoji heißen die neuen Zeichen der Zeit. 

Das klingt ähnlich und ist doch ganz anders: Statt auf die Abbildung gesellschaftlicher Vielfalt setzen die Memojis auf das eigene Gesicht. Die Nutzerinnen und Nutzer stellen sich eigene Avatare zusammen, die sie anschließend mit verschiedenen Gesichtsausdrücken verschicken können. Das klingt zunächst simpel, bis vor wenigen Wochen konnten die Memojis ohnehin nur mit neuesten iPhones verschickt werden. 

Doch seitdem Apple die Funktion auch auf ältere Geräte und zu Messengern wie Whatsapp gebracht hat, ploppen die Memojis weltweit in Familienchats auf wie Deutsche zu den Osterferien in den Bergen. Jung gebliebene Großmütter freuen sich über die Vielfalt der Ohrringe für das eigene Memoji, Väter winken dem Nachwuchs zum bestandenen Staatsexamen und Millennials lachen ihre Eltern mit täuschend freundlicher Miene im Gruppenchat aus.