Das Schuhmacherhandwerk gehört zu den aussterbenden Berufen – doch der 23-jährige Berliner hat eine Marktlücke entdeckt.

Allein in Deutschland landen jährlich mehr als 380 Millionen Paar Schuhe im Müll. Der 23-jährige Hagen Matuszak will einige dieser Schuhe retten. Im März 2018 gründete der Berliner das Start-up "Sneaker Rescue" – den ersten Reparaturservice in Deutschland, der sich auf Sneaker spezialisiert hat, sagt er.

Hagen ist gelernter Orthopädieschuhmacher und hat eine Marktlücke entdeckt: Sneaker-Liebhaber, die ihre alten Schuhe behalten wollen, aber niemanden finden, der sie repariert. Denn normale Schuhmacher würden sich oft nur mit der Reparatur von Lederschuhen auskennen, sagt Hagen.

Turnschuhe zu reparieren sei allerdings nicht immer leicht. Oft gebe es kein Originalmaterial, um Sohlen auszutauschen oder Löcher zu flicken. Schließlich hätten die großen Schuhproduktionsfirmen kein Interesse daran, dass ihre Schuhe repariert werden. Hagen muss dann Alternativen finden und Material zusammensuchen. Sein Ziel sei, dass ein Schuh mit jeder Reparatur nachhaltiger wird, optisch aber originalgetreu bleibt, sagt er. Deshalb achte er darauf, dass alle Stoffe nachhaltig produziert wurden.

bento hatte vor ein paar Monaten Follower auf Instagram dazu aufgerufen, Fotos ihrer alten Sneaker zu schicken, damit Hagen sie reparieren kann. Marco aus Hamburg meldete sich auf den Aufruf und ließ seine alten Basketballschuhe wieder auf Vordermann bringen.

Im Video oben siehst du, wie Hagen Marcos Sneaker rettet.


Gerechtigkeit

Öl statt Klima: Wie die Weltbank einem Regenwaldparadies hilft, zur CO2-Schleuder zu werden
Tom, 31, hat geholfen, den Skandal bekannt zu machen. Hier erzählt er, was auf dem Spiel steht.

Die Stimmung sei von Anfang an aufgeheizt gewesen, erinnert sich Tom an den Moment vor dem Schuss. "Wir waren in einem für Krawall bekannten Stadtviertel von Georgetown, die Riot Police marschierte gerade auf. Die Leute kamen auf uns zugerannt", sagt Tom, "dann lud einer der Polizisten seine Shotgun und schoss vor mir auf den Boden." Der Schrot riss Löcher in seinen Wagen, Tom selbst blieb zum Glück unverletzt.

Tom Vierus ist studierter Meeresbiologe und lebt auf den Fidschi-Inseln. Doch seit einigen Jahren arbeitet er als Fotograf und hilft dabei, Umweltskandale zu dokumentieren. Seinen Geburstag Anfang März verbrachte er deshalb nicht am Strand, sondern zwischen Tränengasgeschossen in Guyana. 

Guyana besteht hauptsächlich aus Regenwald – und hat ein riesiges Ölfeld vor der Küste

Das kleine Land in Südamerika steckt seit Monaten in einer politischen Krise. Der eigentlich abgewählte Präsident zögerte erst zwei Jahre lang Neuwahlen hinaus, nun verschleppt er seit Monaten die Auszählung der Stimmen. Vorher hatte er lukrative Deals mit Ölfirmen geschlossen (Miami Herald/Blickpunkt Lateinamerika). Denn vor Guyana wurden riesige Ölfelder entdeckt – und genau deswegen war Tom vor Ort.