Bild: dpa/Christoph Schmidt
Alerdings nur, wenn du ein Smart hast.
Worum gehts?

Der Autobauer Daimler hat zusammen mit dem Paktedienst DHL das Projekt "ready to drop" ins Leben gerufen. Die kleinen Smart-Modelle (die zu Daimler gehören) sollen so umgerüstet werden, dass Paketboten die Zustellung nicht nach Hause, sondern in den Kofferraum des Fahrzeugs liefern können. DHL will auch anbieten, Retouren aus den Kofferräumen abzuholen.

Nachdem es schon mehrere erfolgreiche Versuche gab, hat die Smart-Chefin Annette Winkler eine große Testphase ab September unter realen Bedingungen angekündigt. Erstmal auf Stuttgart beschränkt, soll sich das Prinzip der Kofferraumlieferung nach erfolgreicher Probezeit bald auch in Köln, Bonn und Berlin etablieren.

Wie funktioniert das?

Bestellungen werden wie bisher ablaufen, die Möglichkeit wird sich aber auf ausgewählte Online-Partner, unter anderem Amazon, beschränken. Um eine DHL-Kofferraumlieferung anzufordern, benötigt es lediglich davor eine Registrierung bei Smart und DHL sowie im Bestellvorgang die Bestellungen werden wie bisher ablaufen, die Möglichkeit wird sich aber auf ausgewählte Online-Partner, unter anderem Amazon, beschränken. =">

  • Um eine DHL-Kofferraumlieferung anzufordern, bedarf es davor einer Registrierung bei Smart und DHL.
  • Im Bestellvorgang wird dann ein Code verwendet, der als "Adresse" fungiert. Er wird mit einer speziell hierfür entwickelten App generiert und dient auch bei der Lieferung als "Schlüssel" für den Kofferraum. Denn um die Pakete tatsächlich im Auto abzulegen, benötigen die Zusteller einen schlüssellosen und einmaligen Zugang.
  • Zusätzlich müssen die Autos umgerüstet werden mit einer sogenannten Connectivity Box, die die Fahrzeuge digital vernetzt. Auf so einer Box basiert zum Beispiel auch die Nutzung von den Car2To-Wagen.

Smart stellt die Umrüstung mit dem neuen System für Modelle der aktuellen und einer älteren Generation kostenlos zur Verfügung. Für den relativ unkomplizierten Umbau müssen sich die Interessenten erst auf der Internetseite bewerben. Bald sollen aber auch Smarts mit serienmäßig eingebauter Connectivity Box auf den Markt kommen.

Nehmen noch andere Marken teil?

Tatsächlich ist die Idee von in-car-delivery auch schon bei anderen Autoherstellern angekommen. Tatsächlich ist die Idee vom sogenannten "in car delivery" auch schon bei anderen Autoherstellern angekommen. Audi hat das System im vergangenen Jahr bereits in München getestet. Auch BMW befindet sich beide in der Testphase. (heise)

Was sind die Vor- und Nachteile?

Für Smart ist die Neuerung nur ein Punkt von vielen geplanten Veränderungen. So soll die Connectivity Box auch privates Car-Sharing ermöglichen. Die Entwicklungen zielen vor allem auf bessere Mobilität in Städten und Sharing-Ideen. Aber klar: Die Kunden hoffen vor allem darauf, keinen Stress mehr bei der Poststelle oder gefühlt hundert Nachbarn auf der Suche nach einem verschollenen Päckchen zu haben.=">

Natürlich stecken hinter der Marketing-Aktion aber auch weniger kundenfreundliche Interessen: Gerade in Städten haben es Autohersteller immer schwerer, ihre Fahrzeuge zu verkaufen. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind als unkomplizierte und oft sogar schnellere Alternative eine starke Konkurrenz. So sollen die neuen Funktionen Autos wieder attraktiv machen. Auch schöpfen die Unternehmen natürlich durch die Digitalisierung jede Menge Kundendaten ab.=">

Ein weiteres Problem: Die Paketlieferung ins Auto ist doch nicht so flexibel ist, wie sie auf den ersten Blick scheint. Das Fahrzeug muss nämlich im Umkreis von 300 Metern um die Heimatadresse geparkt sein. Wenn man also übers Wochenende einen Roadtrip plant, das Auto in der Werkstatt steht oder man es dummerweise zu weit weg abgestellt hat, hilft der ganze Service nichts.

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