Bild: bento
Das erzählt sie in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?"

"Ich habe Benzin im Blut", sagt Sophia Flörsch. Ihr Vater Alexander war Hobbyrennfahrer, als sie klein war, begleitete sie ihn regelmäßig auf die Rennstrecke. Bereits mit vier Jahren saß Sophia selbst hinterm Steuer. Als eines der wenigen Mädchen unter lauter Jungs startete sie im Motorsport ihre Karriere zunächst mit Kartrennen. 

Mittlerweile ist Sophia, 19, Rennfahrerin in der Formel 3.

Wie wird man Rennfahrerin oder Rennfahrer?

Wer den Traum hat, professionelle Autorennen zu fahren, fängt im Idealfall bereits im Kindesalter damit an. Ab acht Jahren kann man einem Motorsportverein beitreten und an Kartrennen teilnehmen – der Grundschule im Motorsport sozusagen. Auch Michael Schumacher und Sebastian Vettel starteten so ihre Karrieren. Um an offiziellen Rennen teilnehmen zu können, benötigt man außerdem eine Rennlizenz. Diese muss jedes Jahr neu beantragt werden. (netzsieger.de)

Das Problem am Motorsport ist jedoch: Wachsen die Jugendlichen aus den Kartrennen heraus, explodieren die Kosten. Ausrüstung, Trainings und Benzin – ohne finanzkräftige Eltern oder Sponsoren kann man sich den Sport nicht leisten. Der Weg bis in die Formel 1 kann Sportlerinnen und Sportler etwa 5,3 Millionen Euro kosten (Spiegel). Die wenigsten Fahrerinnen und Fahrer können tatsächlich vom Sport leben. Viele müssen sich ein zweites Standbein suchen (Motorsport Magazin). So fließen beispielsweise auch bei Sophia in der Formel 3 noch alle Preis- und Sponsorengelder in ihre nächste Saison. 

Internationale Bekanntheit erlangte Sophia vor einem Jahr. Bei einem Formel-3-Rennen in der südchinesischen Sonderverwaltungszone Macau kollidierte sie bei einer Geschwindigkeit von 276 Kilomtern pro Stunde mit einem anderen Fahrzeug. Sie verlor die Kontrolle, durchschlug einen Begrenzungszaun und kam auf einem Fotografenhäuschen wieder auf. Alle Beteiligten überlebten den Unfall. Sophia wurde 13 Stunden an der Wirbelsäule operiert und entkam nur knapp einer Querschnittslähmung. Doch nur drei Monaten später saß sie schon wieder im Cockpit – bereit, ihr Ziel zu erreichen, die Königsklasse, die Formel 1.

  • Wie hat sie ihren Unfall so schnell verarbeiten können?
  • Wie findet sie es, dass sie hauptsächlich gegen Männer antritt?
  • Und wie schafft sie es, jede Saison aufs Neue Gelder für ihren Sport zu generieren?

Das erzählt Sophia in "Und was machst du so?", dem Job-Podcast von bento:

„Eine Frau kann genauso schnell ein Auto am Limit bewegen wie jeder Mann.“
Rennfahrerin Sophia Flörsch

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Uni und Arbeit

Vier-Tage-Woche: Ein Freizeitforscher erklärt, warum viele ihren freien Tag nicht richtig nutzen
Am fünften Tag ruhen sie – oder doch nicht?

Im August dieses Jahres schickte Microsoft seine Angestellten in der japanischen Filiale schon am Donnerstag ins Wochenende. Freitag, Samstag, Sonntag frei, bei gleichbleibendem Gehalt – eine sogenannte Vier-Tage-Woche im Test. Die erbrachte Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigerte sich im Versuchszeitraum um knapp 40 Prozent, wie der Konzern bekanntgab. 92 Prozent der Beschäftigten gaben in einer Befragung an, dass ihnen das Konzept der Vier-Tage-Woche gefalle. Der Test verlief so gut, dass Microsoft einen weiteren Probelauf ankündigte. (SPIEGEL)

Auch in Deutschland befindet sich die Vier-Tage-Woche in der Testphase, einige Unternehmen haben das Modell schon eingeführt. Konkrete Erkenntnisse über die Auswirkungen gibt es noch nicht, doch viele Arbeitnehmer wären offen dafür: Laut der repräsentativen Studie "Arbeitsmotivation 2019", die das Marktforschungsinstitut Toluna im Auftrag des Personaldienstleisters ManpowerGroup mit 1004 Befragten durchgeführt hat, würden 55 Prozent der Deutschen sogar finanzielle Einbußen hinnehmen, wenn sie nur vier Tage pro Woche arbeiten müssten.

Was machen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eigentlich am fünften Tag ihrer Vier-Tage-Woche? Verbringen sie die Zeit entspannt auf dem Sofa – oder können sie gar nicht richtig abschalten?

Klar, wer ein Kind hat oder Angehörige pflegen muss, ist an dem freien Tag sehr wahrscheinlich damit beschäftigt. Wie sieht es allerdings aus, wenn man die Zeit einfach frei nutzen kann?

Wir haben bei drei Arbeitnehmerinnen nachgefragt. Sie sind bei Firmen angestellt, die die Vier-Tage-Woche schon für alle eingeführt haben oder konnten sich frei aussuchen, ob sie vier oder fünf Tage arbeiten wollen, gegebenenfalls auch für etwas weniger Gehalt.