Bild: Privat
Das erzählt sie in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?"

Wenn Luzie nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt, kann es sein, dass sie am ganzen Körper Muskelkater hat. Nicht, weil sie sich viel bewegt hat, sondern von der Anspannung und Konzentration. 

Luzie Loose, 31, ist Regisseurin und Drehbuchautorin. 

Wie wird man Filmregisseurin?

Regie kann man studieren. Zum Beispiel an einer staatlichen Hochschule, wie etwa der Filmakademie Ludwigsburg, die auch Luzie besucht hat, oder der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin. Oder an einer privaten Hochschule, wie der DMA-medienakademie mit Standorten in Hamburg, Berlin und München.  

Eine andere Möglichkeit ist die Ausbildung an einer Kunsthochschule, etwa im Studiengang Film an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. 

Der Titel als Regisseur oder Regisseurin ist rechtlich allerdings nicht geschützt. Das bedeutet, dass sich theoretisch jeder oder jede als Regisseur oder Regisseurin bezeichnen kann. Um in den Beruf einzusteigen, kann man sich auch auf Praktika oder sonstige Stellen, beispielsweise als Regieassistenz bewerben. 

Der Vorteil an einer Ausbildung an einer Hochschule ist allerdings, dass dort Kontakte zu anderen Filmschaffenden geknüpft werden können.

Die Ausbildungen dauern – je nach Ausbildungsstätte – in der Regel mehrere Jahre. Darin werden meistens schon Filmprojekte umgesetzt. (Bundesagentur für Arbeit/ HFBK Hamburg/ DFFB Berlin)

An einem Drehtag muss sie am Set "die ganze Zeit angeknipst sein", erzählt sie. Doch ihr Job beginnt nicht erst bei den Dreharbeiten, sondern schon sehr viel früher: beim Schreiben des Drehbuchs, beim Drehorte suchen, beim Casten der Schauspielerinnen und Schauspieler oder beim Fördergelder einsammeln, damit der Film überhaupt erst entstehen kann.

  • Wie viel von ihr selbst steckt in ihren Filmen?  
  • Worauf legt sie bei Figuren, die sie selbst schreibt, besonders großen Wert? 
  • Und warum sitzen immer noch so wenige Frauen auf den Regiestühlen?

Das erzählt Luzie in "Und was machst du so?", dem Job-Podcast von bento:

„Je höher das Budget eines Films wird, desto dramatischer ist der Frauenanteil.“
Luzie Loose, Regisseurin und Drehbuchautorin

Worum geht's im Podcast?

Wir wollen heute anders arbeiten als unsere Eltern. Wir wollen nicht blind die Karriereleiter hochklettern, sondern einen Job, der uns erfüllt. Dafür sind wir bereit, uns zu verausgaben. Im Mitarbeitergespräch fragen wir unsere Chefs eher nach einem Sabbatical als einer Gehaltserhöhung.

Carolina Torres und Sarah Klößer sprechen in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?" abwechselnd mit jungen Menschen über ihre Berufe. Was motiviert sie? Was bedeutet Erfolg für sie? Und wie wichtig ist ihnen ihre Work-Life-Balance?

Du kannst unseren Podcast kostenlos hören, wo und wann du willst. Du findest ihn auf bento und auf Plattformen wie Apple Podcasts und iTunesSpotifyDeezerSoundcloud oder Google Podcasts. Wenn du den Podcast abonnierst, verpasst du keine Folge mehr. 

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Gerechtigkeit

Wie ein 24-Jähriger mit Mundschutzmasken Millionen Umsatz machte
"Das ist wie Drogenhandel."

Als Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vergangenen Mittwoch verkündete, dass das Coronavirus SARS-CoV-2 Deutschland erreicht hat, hatte Timo Klingler den vermutlich erfolgreichsten Geschäftstag seines Lebens. Innerhalb von 24 Stunden habe sein Unternehmen eine sechsstellige Summe eingenommen, sagt er.

Timo ist 24, von seinem Heimatort bei Heidelberg aus betrieb er bisher mit fünf Mitarbeitern einen Onlineshop mit Krimskrams wie Faschingsartikeln und Eiskratzern. Doch inzwischen ist er einer der wenigen, die vom Coronavirus so richtig profitieren.

Denn Timo hat auf die Panik spekuliert.

Die Preise haben sich vervielfacht

Schon im Januar, so erzählt er am Telefon, habe er die Preise von Mundschutzmasken in China steigen sehen. Und entschieden, zu investieren. Eine fünfstellige Summe habe er ausgegeben für Mundschutz und Atemschutzmasken verschiedener Güteklassen. Größtenteils habe er sie für weniger als 60 Cent das Stück gekauft, erzählt Timo mehrmals. In den vergangenen Tagen verkaufte er sie für mehr als 20 Euro.